Kindergarten für Markdorf-Süd: Schlüsselfertig in zwei Jahren

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Die Stadt Markdorf sucht einen Auftragnehmer, der den geplanten sechsgruppigen Kindergarten mit etwa 30 Räumen in Markdorf-Süd planen und schlüsselfertig bauen will. Im Juli hatte der Gemeinderat für eine europaweite Ausschreibung der Arbeiten gestimmt. Rechtsanwältin Lena Wende von der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler stellte das Verfahren in der Gemeinderatssitzung am Dienstag vor.

Eine Vorgabe ist, dass der Kindergarten innerhalb von zwei Jahren stehen sollte. Doch es gibt noch mehr Kriterien, die die Bewerber berücksichtigen sollen, etwa zur Funktion und zum Raumkonzept des Gebäudes. Wie Lena Wende erläuterte, müssen die Bewerber in dem anonymisierten Verfahren ihre Eignung zur Teilnahme gemäß den Vorgaben der EU-Auftragsbekanntmachung nachweisen. Erscheinen sie grundsätzlich als geeignet, werden sie mit Blick auf die zu erbringenden Leistungen am weiteren Ablauf beteiligt. Ist der Teilnahmewettbewerb abgeschlossen, werden die ausgewählten Bewerber zur Abgabe eines ersten Angebots aufgefordert. Die Unterlagen zur Aufforderung beinhalten auch die Leistungsbeschreibung.

Wie Lena Wende erläuterte, werden die Angebote auf Grundlage einer Matrix bewertet. Berücksichtigt werden dabei der Pauschalfestpreis, die architektonische Gestaltung, die Funktionalität, das Außengelände, die bautechnische Qualität und das Konzept zur termingerechten Abwicklung. Der Bewerber mit dem wirtschaftlichsten Angebot erhält den Zuschlag. Im Mai 2019 soll der Gemeinderat den Beschluss fassen.

Wenig Anklang fanden die vorgeschlagene Matrix und die Gewichtung der Punkte. „Die Funktionalität ist deutlich unterbewertet“, sagte Susanne Deiters Wälischmiller (Umweltgruppe). Dieser Ansicht schloss sich Uwe Achilles (SPD) an. „Die Gewichtung kann ich nicht nachvollziehen“, sagte er und wies auf Fehler in der Tischvorlage hin. Er entscheide nicht über einen Entwurf, der fehlerhaft ist. Lena Wende verwies darauf, dass die Unterlagen noch nicht bis ins letzte Detail fertig sind, und versprach, die Fehler auszubessern.

Nach der Diskussion einigten sich die Räte, die Gewichtung in der Matrix zugunsten der Funktionalität zu ändern, bevor sie der Verfahrensdurchführung zustimmten. Weitere Anmerkungen sollen noch eingearbeitet und dann die Unterlagen dem Gremium erneut vorgelegt werden.

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