Kinder bauen Nistkästen aus Beton

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Es ist geschafft. Stolz präsentieren Alexandra, Aurora, Max, Joshua, David und Semih die selbst gebauten Nistkästen, dabei haben
Es ist geschafft. Stolz präsentieren Alexandra, Aurora, Max, Joshua, David und Semih die selbst gebauten Nistkästen, dabei haben die ehrenamtlichen Betreuer Willy Schuster, Romany Thurm, Ronja Reimold und Marco Fandel geholfen. (Foto: brigitte walters)

Beim Projekt „Zukunft, Werkstatt, Gestalten“ haben in den Fasnetferien sechs Kinder einen Handwerker-Führerschein erworben. Ziel ist es, dass den Kindern verschiedene handwerkliche Tätigkeiten wie sägen, hämmern, bohren und schrauben vermittelt werden.

Dies war das vierte Modul, das das Familienforum Markdorf im Mehrgenerationenhaus umsetzen konnte. Im Herbst wurden bereits Blumen mit LED-Beleuchtung, Holz-Stelen und ein Insektenhotel gebaut. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Kinderland und der Baden-Württemberg-Stiftung.

Die sechs Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren trafen sich in den Ferien jeden Tag zwei Stunden, um Nistkästen aus Beton zu bauen. Da in den bisherigen Modulen überwiegend Holz als Werkstoff genutzt wurde, sollte es diesmal etwas anderes sein. Es war nicht einfach für die Kinder, berichtet Willy Schuster, der zu den ehrenamtlichen Betreuern gehört. Die zwei Rohre für die Gussform waren schnell gesägt, allerdings musste dabei eine Wartungsöffnung ausgesägt werden, schließlich sollen die Kästen auch im Herbst gereinigt werden können.

Etwa die Hälfte der Kinder hatte bisher keinen Umgang mit handwerklichen Geräten, erzählte Marco Fandel, ebenfalls ehrenamtlicher Betreuer. Ziel sei es, die Grob- und Feinmotorik der Kinder zu fördern, ebenso wie ihre Kreativität und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Die Kinder arbeiteten in zweier Teams, die jeweils von Ehrenamtlichen betreut wurden.

Jedes Kind hat einen Nistkasten gebaut, den es mit nach Hause nehmen kann. Da das MGH auch verschiedenen Generationen verbinden will, wurden gemeinsam zwei Nistkästen für das benachbarte Seniorenheim gebaut. Heinrich Lang, Verwalter des Spitalfonds, war begeistert von der Arbeit der Kinder. Er war gemeinsam mit Susanne Blaser vom Betreuten Wohnen gekommen, um die Nistkästen abzuholen.

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