Kameraden üben an schwierigem Gebäude

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Bei der Jahreshauptübung der Abteilung Riedheim der Freiwilligen Feuerwehr ist auch die Drehleiter zur Brandbekämpfung angerückt
Bei der Jahreshauptübung der Abteilung Riedheim der Freiwilligen Feuerwehr ist auch die Drehleiter zur Brandbekämpfung angerückt. (Foto: bw)
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Es war ganz schön eng für die Freiwillige Feuerwehr Markdorf Abteilung Riedheim in der Efrizweilerstraße bei der Jahreshauptübung am Samstag. Links und rechts der Straße große landwirtschaftliche Gebäude, bei einem war durch Fahrlässigkeit in der Wohnung eines Erntehelfers im Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen. Das hatte inzwischen auf den Dachstuhl des Scheunenanbaus übergegriffen, dicker grauer Qualm drang aus dem großen Scheunentor.

Wenige Minuten nach der Alarmierung durch den elfjährigen Maximilian bog das Löschfahrzeug um die Kurve, dicht dahinter das Einsatzleitfahrzeug. Schnell verschaffte sich Einsatzleiter, Abteilungskommandant Florian Jehle, einen Überblick über die Situation, als erstes galt es, die beiden Menschen aus dem Obergeschoss zu retten, gleichzeitig wurden erste Vorbereitungen zur Brandbekämpfung getroffen, etliche Schläuche wurden verlegt, das Feuer musste von allen vier Seiten bekämpft werden. Inzwischen drangen Atemschutzträger in das Gebäude ein, um nach weiteren Personen zu suchen. Durch die verwinkelte Bauweise war dies recht schwierig, schließlich wurde noch eine dritte Person gefunden und gerettet. Aufgrund des Dachstuhlbrandes gebe es einen hohen Wasserbedarf, erklärte Gesamtkommandant Daniel Kneule, deswegen sei das neue TLF 4000 vor Ort, um mit 6 000 Litern, neben dem Hydranten, die Brandbekämpfung zu unterstützen. Zwischenzeitlich hatte ein Fahrzeug eine Schlauchleitung zur etwa 400 Meter entfernten Brunnisach verlegt, sodass die Wasserversorgung sichergestellt war. Die Drehleiter bekämpfte das Feuer von oben. Während der Übung erläuterte Günter Thiel den zahlreichen Zuschauern, den Übungsablauf und die eingesetzten Fahrzeuge.

Es sei ein schwieriges Übungsobjekt gewesen, lautete das Fazit von Kneule. Insgesamt sei die Übung gut abgelaufen, die Wehrleute hätten das Gelernte gut umgesetzt. Auch Bürgermeister Georg Riedmann war mit dem Ablauf der Übung zufrieden, es sei großartig zu sehen, wieviel junge Wehrleute dabei waren.

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