Kässpätzle und arabisches Flair beim Streetfood-Markt

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Brigitte Walters

Eine kulinarische Weltreise erlebten die zahlreichen Besucher am Wochenende auf dem Marktplatz in Markdorf. Zur zweiten Auflage des Streetfood-Marktes waren etwa 15 Anbieter mit ihren Wagen gekommen und boten leckere internationale Speisen und Getränke an.

Egal, ob umgebauter Schulbus oder Wohnwagen, ausgebaut mit Kochstelle oder Backofen: Die Ausstattung der Anbieter ist praktisch und auf jeden Fall fahrbar. Einige der Köche kommen dabei ganz schön ins Schwitzen, wenn, wie bei den Illerbuben, vier kräftige Männer auf engstem Raum arbeiten. Die Burger brutzeln auf dem Grill, die Pommes werden in der Fritteuse goldbraun und die verschiedenen Wünsche der Kunden möglichst schnell abgearbeitet. Sie reichen vom klassischen Rib-Eye-Burger bis zum Veggie-Burger. Sie verwendeten nur Fleisch aus der Region Neu-Ulm, erklärt einer der Illerbuben. Ebenso sei es mit den Backwaren. Und natürlich mache man auch die Soßen selbst, versichern sie.

Beim Nachbar-Wagen liegen große Spieße auf dem Grill, mit mariniertem Hähnchen- oder Schweinefleisch. Einer der Köche sorgt für Nachschub bei den Spießen, der andere dreht sie auf dem Grill, damit sie von allen Seiten garen. Zwischendurch werden die Kunden bedient. Wem das zu viel Fleisch ist, geht einen Stand weiter. Dort wird eine große Auswahl an italienischer Pasta angeboten. Zum Nachtisch ungarische Langos, ähnlich einer Pizza, allerdings belegt mit Nutella und Apfelmus. Es gibt auch herzhafte Varianten, mit Käse oder Schinken.

Ein Teil der Besucher dreht erst mal eine Runde um den Platz, um zu sehen was da alles Leckeres – und zum Teil Unbekanntes – angeboten wird. Danach die Qual der Wahl: Soll es was Fleischiges sein, was Vegetarisches oder was Süßes? Geht die kulinarische Reise nach Indien, Mexiko oder nach Österreich? Erstmals werden in Markdorf die Baumstriezel angeboten. Eine Rolle aus Hefeteig, auf griechische Art gefüllt mit Feta oder Oliven, oder italienisch mit Mozzarella oder Tomate. Bei dem schönen Wetter fand auch die mit Eis gefüllte Variante ihre Liebhaber.

Etwas sehr bieder und brav: die echt schwäbischen Kässpätzle, daneben, mit arabischem Flair, Falafel-Bällchen mit verschiedenen Beilagen. Bei der Frage, wie die Quarktaschen aus Kärnten schmecken, hebt Besucherin Stefanie zur Antwort nur den Daumen. Reden ist nicht möglich, der Mund ist zu voll. Daneben gönnt sich ihre Mama mexikanische Tortillas, auch ihr schmeckt es. Selbst beim Nachtisch fällt die Entscheidung schwer: Donuts oder Waffeln? Oder beides? Auf jeden Fall sollte es aufgrund der großen Resonanz im nächsten Jahr eine Wiederholung des Streetfood-Markts geben.

Übrigens haben die Anbieter eine gute Lösung für den Müll gefunden. Plastik ist verpönt. Wo notwendig, gab es stattdessen Schälchen aus Karton und Gabeln aus Holz. Wo es ging, reichte auch eine einfache Papier-Serviette.

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