In spätestens zehn Jahren soll jeder Haushalt schnelles Internet haben

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In spätestens zehn Jahren soll jeder Haushalt schnelles Internet haben
In spätestens zehn Jahren soll jeder Haushalt schnelles Internet haben (Foto: dpa)

In acht bis zehn Jahren soll das schnelle Internet mittels Glasfaser alle Haushalte in Markdorf erreichen. In der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag stellte Adrian Richter vom beauftragten Planungsbüro, MRK Media München, die Planung zum Ausbau der Breitbanderschließung vor.

Die Planung erfolgt in Kooperation mit dem Landkreis und den Kreiskommunen. Der Gemeinderat nahm das Ergebnis der Strukturplanung zur Kenntnis und beauftragte das Planungsbüro mit der Detailplanung für das Gebiet der Stadt bis zu jedem Anschlusspunkt.

Kosten in Höhe von rund 18,3 Millionen Euro

Rund 140 Kilometer Glasfaserkabel müssen verlegt und sechs Verteilstandorte eingerichtet werden, um die fast 3400 Adresspunkte in der Gesamtstadt an das Breitbandnetz anzuschließen. Für die Tiefbauarbeiten, Leerrohre, Material und Planung wird mit Kosten von insgesamt rund 18,3 Millionen gerechnet. Diese Maßnahmen werden von Bund und Land mit 70 bis 90 Prozent, je nach vorhandener Versorgung, bezuschusst. Nach Vorschlag des Planungsbüros sollte vorrangig in den Gewerbegebieten mit der Erschließung begonnen werden. Dies bedeutet, das Glasfaserkabel wird bis an jedes Gebäude verlegt, den Anschluss an die Haustechnik muss dann der jeweilige Eigentümer übernehmen. Welche Gebiete bei der Verlegung Priorität haben, lege die Stadt fest, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann. Seit etlichen Jahren seien bei Tiefbauarbeiten bereits Leerrohre verlegt worden, so dass nicht in allen Straßen mit Arbeiten zu rechnen ist.

Derzeit plane der Landkreis für den Ausbau des Breitbandnetzes einen Zweckverband zu gründen, dadurch könnte die Erschließung beschleunigt werden, berichtete Riedmann. Dieser Zweckverband oder die Gemeinde sei Eigentümer des Netzes, das an die verschiedenen Anbieter vermietet werde. Wie viele Bürger und Betriebe das Angebot zum schnelleren Internet annehmen werden, sei bisher noch nicht absehbar.

Das schnelle Internet gehöre heute zur Grundversorgung, wie Wasser und Strom, deshalb sollten die Pläne möglichst rasch umgesetzt werden, erklärte Gemeinderat Simon Pfluger. Aufgrund der schlechten Versorgung, wünschte Ortsvorsteher Bernhard Grafmüller baldmöglichst den Anschluss von Ittendorf zu realisieren.

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