„Hubert Roth, auf Wiedersehn“: Riedheimer Ortsvorsteher verabschiedet

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Zum Abschied gibt es für Hubert Roth einen Gutschein, den Bürgermeister Georg Riedmann (Mitte) überreicht. Roths Ehefrau Maria f
Zum Abschied gibt es für Hubert Roth einen Gutschein, den Bürgermeister Georg Riedmann (Mitte) überreicht. Roths Ehefrau Maria freut sich über eine Orchidee. (Foto: brigitte walters)
Brigitte Walters

Nach 30 Jahren kommunalpolitischen Wirkens für den Markdorfer Ortsteil Riedheim ist der bisherige Ortsvorsteher Hubert Roth am Samstagabend von den Bürgern, den Vereinen und Organisationen des Ortsteils verabschiedet worden. Vor 30 Jahren wurde Roth erstmals in den Riedheimer Ortschaftsrat gewählt, in den vergangenen zwölf Jahren war er Ortsvorsteher und im Gemeinderat.

Es sei etwas Besonderes was Hubert Roth geleistet habe, 30 Jahre kommunalpolitisches Engagement für den Ortsteil Riedheim und die Gesamtstadt, stellte sein Nachfolger im Amt, Bernd Brielmayer fest. Die zahlreich gekommenen Gäste seien ein Zeichen für das Ansehen und die Wertschätzung, die er sich in seiner Amtszeit bei den Bürgern erworben habe.

Als Hubert Roth 2007 zum Ortsvorsteher gewählt wurde, sei er in „große Fußstapfen“ seines Vorgängers Anton Eichenhofer eingetreten, erinnerte Bürgermeister Georg Riedmann. Mit Fleiß, Verantwortungsbewusstsein und Zielstrebigkeit habe er sei Amt ausgeführt, ruhig und konzentriert gearbeitet, sich für Riedheim und die Gesamtstadt eingesetzt. Er habe engen Kontakt zu den Vereinen gehalten, dadurch ihre Anliegen und Schwierigkeiten gekannt und ihre Arbeit wertgeschätzt. Roth sei für seine klare Meinung gekannt gewesen, er habe seine Haltung begründet und sei bei seiner Überzeugung geblieben, auch wenn es Gegenwind gab, sagte der Markdorfer Bürgermeister Riedmann. Es habe viele Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur während seiner Amtszeit gegeben. „Nehmen Sie sich ein Beispiel an Hubert Roth, an seinem Engagement, seinem Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein,“ forderte Riedmann die Gäste auf. Er hinterlasse große Fußstapfen für seinen Nachfolger.

Als Vertreter der Riedheimer Vereine und Organisationen dankte Thomas Wagner zuerst der Ehefrau Maria Roth, sie habe viele Stunden auf ihren Mann verzichten müssen, als dieser Versammlungen, Konzerte oder Übungen der Vereine und der Feuerwehr besuchte. Es habe viele Gespräche mit Hubert Roth gegeben, er sei ein Brückenbauer für die Vereine und Organisationen des Ortsteils zur Stadt und zum Kreis gewesen. Mit einem Lied: „Hubert Roth, auf Wiedersehn, unsre Zeit mit dir war schön“, verabschiedeten sie die Chöre und der Musikverein. Zum Dank für seine Arbeit gab es einen Gutschein für die Bregenzer Festspiele. Auch die Vertreter der beiden Kirchengemeinden, Pfarrer Ulrich Hund und Pfarrerin Kristina Wagner, dankten für seine Arbeit und wünschten für den Ruhestand alles Gute. Von der Grundschule und dem Förderverein gab es ein Kräuterregal.

Mit einem leisen „Servus“ verabschiedete sich Hubert Roth. „Danke, dass ihr mich solange ertragen habt.“ Es sei eine interessante und lehrreiche Zeit für ihn gewesen, mit vielen Höhen und wenigen Tiefen. Abschließend dankte er seiner Frau und seiner Familie, die häufig die Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb übernommen haben, wenn er zu einer Sitzung musste. Seinem Wunsch entsprechend, spielte der Musikverein Riedheim den Hit von Udo Jürgens, „Mit 66 fängt das Leben an“ so wolle er nun den Neubeginn starten, sagte Roth. Die Verantwortung für den landwirtschaftlichen Betrieb hat er auch vor einigen Wochen an seinen Sohn Tobias übergeben.

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