Gabriela Lindner wird neue Kreisvorsitzende des BUND

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Engelbert Sachs und Gabriela Lindner wechseln die Ämter, werden aber weiter den Kreisverband des BUND-Bodensee leiten.
Engelbert Sachs und Gabriela Lindner wechseln die Ämter, werden aber weiter den Kreisverband des BUND-Bodensee leiten. (Foto: Brigitte Walters)
Brigitte Walters

Der Kreisverband des BUND im Bodenkreis hat eine neue Vorsitzende. In der Mitgliederversammlung am Mittwoch wurde die bisherige stellvertretende Vorsitzende Gabriela Lindner aus Salem einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Sie tauschte mit dem bisherigen Vorsitzenden, Engelbert Sachs (Meckenbeuren) die Aufgabe, er wurde als 2. Vorsitzender bestätigt.

Der Kreisverband verstehe sich als Servicestelle und Unterstützer der Ortsverbände, erklärte Engelbert Sachs in seinem Rechenschaftsbericht. Deshalb gebe es nur wenige eigene Veranstaltungen, wie den Informationsabend zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Oktober. Zudem halte der Kreisverband gemeinsam mit den anderen Naturschutzverbänden im Rahmen der Quartalsgespräche Kontakte zu den Behörden. Sachs forderte die Ortsverbände auf, Ideen, Anfragen und Probleme zu benennen, damit sie mit den Behördenvertretern diskutiert werden können. Das Instrument der Quartalsgespräche sollte auf jeden Fall erhalten bleiben, erklärte Sachs. Bei den Gesprächen sollte auch das Thema Ausgleichsflächen besprochen werden, wünschte sich ein Mitglied aus Friedrichshafen. Alle Ausgleichsflächen müssten in einem Kataster verzeichnet sein, das in vielen Gemeinden nicht vollständig sei, zudem sollte die Pflege der Flächen überprüft werden. Auch beim Straßenbauamt gebe es Ausgleichsflächen, die kaum bekannt und verzeichnet seien.

Die bisherige Planung der B 31-neu kritisierte ein Vertreter des Ortsverbandes Immenstaad. Die neue Straße könne auf keinen Fall durch die Lipbachsenke verlaufen. Weitere Konflikte ergeben sich seinen Ausführugen zufolge bei der ehemaligen Deponie bei Immenstaad. Konflikte gab es auch in Uhldingen-Mühlhofen, die Erweiterung des Pfahlbau-Museums reiche bis an die Flachwasserzone und das dortige Naturschutzgebiet, berichtete ein Mitglied aus Uhldingen-Mühlhofen. Kritisiert wurde ebenfalls die Zustimmung des Gemeinderates zur Ausweisung eines großen Gewerbegebietes in Salem im Entwurf des Regionalplanes. Lob gab es für den Gemeinderat in Uhldingen-Mühlhofen, der die Ausweisung eines Gewerbegebiets abgelehnt habe. Im Rahmen der Versammlung präsentierte Franz Beer das Hepbacher-Leimbacher Ried, seine ökologischen Veränderungen vom eiszeitlichen Urstromtal, über die geplante Autobahntrasse bis zum Hotspot der Biodiversität.

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