Freie Wähler bestätigen Irene Holstein als Vorsitzende

Lesedauer: 4 Min
Dieser Vorstand leitet für weitere zwei Jahre die Geschicke der Freien Wähler, mit dabei Irene Holstein, Thomas Braun, Matthias
Dieser Vorstand leitet für weitere zwei Jahre die Geschicke der Freien Wähler, mit dabei Irene Holstein, Thomas Braun, Matthias Hiller, Anton Brielmayer, Michael Holstein und Regine Franz. (Foto: brigitte walters)
Brigitte Walters

Die Freien Wähler Markdorf setzen auch für die nächsten zwei Jahre auf das bewährte Vorstandsteam. In der Hauptversammlung am Donnerstag wurde Vorsitzende Irene Holstein einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Sie zog eine positive Bilanz für das vergangene Jahr, das geprägt war von den Kommunal- und Kreistagswahlen.

Die Freien Wähler haben einen faktenbezogenen Wahlkampf geführt, beim dem zum Ende die Themen Klima- und Umweltschutz mehr in den Vordergrund rückten, erklärte die Vorsitzende. Auch in Zukunft werden sich die Freien Wähler, entsprechend dem Wahlslogan „Wir leben Markdorf“, konstruktiv an Lösungen für die Zukunft der Stadt arbeiten. So gab es im Gehau vor wenigen Wochen eine Baum-Pflanzaktion, um auf Probleme des Waldes und auf die Schwierigkeiten einer guten Bewirtschaftung hinzuweisen. In Zukunft werde die Stadt wesentlich planvoller mit den Finanzen umgehen müssen, die „fetten Jahre“ seien vorbei, dabei verwies Holstein auf den Rückgang der Gewerbesteuer. Ein wichtiger Punkt in den nächsten Jahren sei der Ausbau des ÖPNV und damit verbunden der Ausbau der Bodensee-Gürtelbahn. Der Schwerlast- und Durchgangsverkehr müsse raus aus der Stadt, forderte Holstein.

Aus der Fraktion berichtete Sprecher Dietmar Bitzenhofer. Einige der Themen seine eine „unendliche Geschichte“, so die Erweiterung und Sanierung der Grundschule, über die seit Jahren diskutiert werde. Dabei gab es deutliche Kritik von den Mitgliedern, die den drastischen Anstieg der Kosten bemängelten, der schwierige Baugrund, die Hanglage sei von Beginn an bekannt gewesen. Ebenso wurde die Bürgerbeteiligung zu den Themen Rathaus und Bischofsschloss kritisiert, hier sei viel Geld für die Beraterfirma geflossen und jetzt passiere nichts mehr. Mit dem Verkauf des Bahnhofs, gehe eine lange Geschichte zu Ende, freute sich Bitzenhofer. Das Gebäude werde aufgewertet, es gebe ein Bistro und einen Aufenthaltsraum. Beim Bahnübergang sei eine Lösung gefunden worden, die funktioniere, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Vorgaben halten. Bei der Diskussion zum Haushalt wurde die hohe Zahl von Überstunden und nicht genommenen Urlaubstagen kritisiert, ebenso die Veränderungen bei der Organisationsstruktur der Verwaltung. Es gebe in allen Bereichen einen Entscheidungs- und Investitionsstau, bemängelte ein Mitglied, für alles werden externe Berater herangezogen, die sehr viel Geld kosten, es wäre besser, die eigenen Ressourcen zu nutzen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen