Familienforum fördert Mädchen und Jungen: Ran an die Stichsäge

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Bunte Kreationen: Die Ergebnisse der Projektarbeit präsentieren die Kinder und die ehrenamtlichen Betreuer, mit dabei Nikola, A
Bunte Kreationen: Die Ergebnisse der Projektarbeit präsentieren die Kinder und die ehrenamtlichen Betreuer, mit dabei Nikola, Aylina, Imen, Barbara Kensy-Schneider, Willy Schuster, Angela Pittermann, Romany Thurm, Katrin Voigtmann und Jeremy. Es fehlen Eren und Erdem. (Foto: bw)

Das Familienforum Markdorf hat im Mehrgenerationenhaus (MGH) ein neues Projekt unter dem Titel „Zukunft, Werkstatt, Gestalten“ (ZuWeGe) gestartet. In den nächsten drei Jahren sollen Mädchen und Jungen, unabhängig von ihrem Alter, ihrem gesellschaftlichen und familiären Hintergrund in unterschiedlichen Modulen handwerkliche Fähigkeiten erlernen.

Der Nachwuchs soll mit den eigenen Händen etwas ausprobieren, gestalten und schaffen können, neue Talente entdecken und das Selbstbewusstsein stärken. Unterstützung kommt dabei von Pädagogen und bürgerschaftlich Engagierten.

Mit diesem Projekt hat sich das Familienforum beim Wettbewerb „Zukunft in die Hand nehmen – Innovative Werkstatt für Kinder und Jugendliche“ erfolgreich beworben und wird nun in den nächsten drei Jahren mit 40 000 Euro unterstützt. Ziel der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und der Wiedeking-Stiftung ist es im Rahmen der Wettbewerbs-Projekte, Kinder und Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln, ihnen das positive Erlebnis zu geben, etwas selbst zu schaffen, zu gestalten und damit ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

In der vergangenen Woche startete der Skulpturengarten mit sechs Kindern zwischen zehn und 14 Jahren. Von Montag bis Freitag waren sie damit beschäftigt, aus verschiedenen Materialien Vogelhäuser und Nistkästen zu bauen, die dann zum Abschluss im Garten des MGH aufgestellt wurden. Bei einem Pressetermin am Freitag präsentierten die Kinder stolz ihre bunten Kreationen.

Individuelle Gestaltung

„Jedes Kinder hat überlegt, wie es mit den vorhandenen Holzbrettern ein Vogelhäuschen gestalten kann“, erzählte Barbara Kensy-Schneider, die zu den ehrenamtlichen Betreuern der Gruppe gehörte. Wichtig sei dabei die Kombination von handwerklichen Möglichkeiten und der individuellen Gestaltung gewesen. Schließlich musste das Bauwerk noch eine besondere Bemalung erhalten. Gearbeitet wurde mit der Handsäge genauso wie mit Stichsäge oder Bohrmaschine, Unterstützung und Hilfe gab es von den ehrenamtlichen Helfern. Auch die gegenseitige Hilfe der Kinder untereinander hat funktioniert, versicherte Barbara Kensy-Schneider. Am Freitag wurde es noch mal spannend, als es galt, die Bodenhülsen in die Rasenfläche zu schlagen, schließlich durften weder Stromkabel, noch Gas- oder Wasserleitung beschädigt werden.

Das Sägen und Zusammenschrauben hat Nikola am besten gefallen. „Es hat Spaß gemacht und war ganz cool“, so das kurze Fazit des Elfjährigen. Den Mädchen Aylina und Imen gefiel besonders das Bemalen, der Umgang mit den handwerklichen Gerätschaften sei nicht so angenehm gewesen. Der Umgang mit Stichsäge und Bohrmaschine hat Jeremy getaugt. Auch die Ehrenamtlichen zogen eine positive Bilanz. Weitere Helfer werden gesucht, die Kindern handwerkliche Fähigkeiten und Tätigkeiten vermitteln können, erklärte Angela Pittermann, die das Projekt im MGH leitet. Der Generationen übergreifende Austausch und das Miteinander, sei ebenfalls ein Bestandteil des Projektes.

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