Erweiterung vorläufig zurückgestellt

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 Die Jakob-Gretser-Grundschule in Markdorf wird vorerst nicht erweitert und saniert.
Die Jakob-Gretser-Grundschule in Markdorf wird vorerst nicht erweitert und saniert. (Foto: Julia Freyda)
bw

Die geplante Erweiterung und Sanierung der Jakob-Gretser-Grundschule (JGS) und damit verbunden der Turnhallen-Bau, ist vorläufig zurückgestellt. Nachdem die Kosten dafür von geschätzten 20 Millionen Euro auf kalkulierte 30 Millionen gesprungen sind, hat der Gemeinderat am Dienstag mit großer Mehrheit die Verwaltung beauftragt, die Kosten für einen dritten Schulstandort zu ermitteln. Dieser Vorschlag der Umweltgruppe war bisher im Gremium immer abgelehnt worden.

Seit fünf Jahren wird über eine Erweiterung der JGS und den Bau einer neuen Turnhalle im Gemeinderat diskutiert. Inzwischen gibt es eine Architekten-Planung zur Erweiterung, diese beinhaltet Räume für das neue Schulkonzept und die Ganztagsschule. Wie bisher soll die Schule vierzügig bleiben. Nach Umsetzung dieser Planung soll die Grundschule Leimbach von bisher 1,5- auf zweizügig erweitert werden.

Die vom Gemeinderat gewünschte Prüfung von Kosteneinsparungen habe kaum etwas gebracht, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann. Die Reduzierung eines Neubau-Geschosses bringe nur 1,8 Millionen Euro Einsparung, bedeute aber auch weniger Fläche, dies werde sich auf das Schulkonzept auswirken. Der Verzicht auf eine oder beide Sporthallen habe Auswirkungen auf die Statik und die Technik. „Bei der Finanzierung von 28 Millionen Euro könnten wir uns verheben“, sagte Riedmann und verwies auf die zukünftige finanzielle Entwicklung bei der Stadt. Drei kleinere Objekte könnten im Laufe von mehreren Jahren finanziert werden.

Deshalb sollte als Alternative die Möglichkeit und die Kosten eines dritten Standortes für eine zweizügige Grundschule geprüft werden, dieser aber gleich mit der Option zur Erweiterung auf drei Züge. Bei der JGS wären dann nur noch drei Züge notwendig. Für den dritten Schulstandort kämen vier Flächen im Süden der Stadt infrage. Zwei Grundstücke in Nachbarschaft zum BZM, zudem könnte es eine Lösung im Bereich der Sportanlage und eine Wohnbaufläche im westlichen Bereich des Neubaugebiets Markdorf-Süd sein. „Wir müssen dringend etwas tun“, stellte Christiane Oßwald fest. Der dritte Standort würde das Quartier im Süden aufwerten und die verkehrliche Situation an der JGS entspannen. Der Neubau im Süden solle eine Sporthalle erhalten, die Möglichkeit zur Erweiterung bieten. Die Freien Wähler stimmen dem Vorschlag der Verwaltung zu, dieser sollte möglichst rasch bearbeitet werden. Auch die SPD-Fraktion schließe sich dem Vorschlag der Verwaltung an, allerdings sollten bei der Kostenermittlung auch die Kosten für den Grunderwerb berücksichtigt werden, erklärte Wolfgang Zimmermann. Die CDU bekenne sich eindeutig für den Standort JGS, sagte Alfons Viellieber, diesen zu erweitern und sanieren. Bei einem dritten Standort würden die Kosten, die bisherigen Ansätze für die JGS übersteigen. Die jetzige Planung sollte vorangetrieben und optimiert werden. Die Realisierung sollte mit einem neuen Architektenbüro oder einem Generalunternehmer erfolgen. Welche Zuschüsse es für den dritten Standort gebe, müsse noch mit dem Regierungspräsidium geklärt werden, entgegnete Riedmann auf die Frage von Viellieber.

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