Erschließungsarbeiten in der Eisenbahnstraße sorgen für Überraschung

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Die Arbeiten in der Eisenbahnstraße sind ins Stocken geraten.
Die Arbeiten in der Eisenbahnstraße sind ins Stocken geraten. (Foto: bw)
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Unangenehme Überraschungen hat es bei den Erschließungsarbeiten in der Eisenbahnstraße gegeben, wie Michael Berghoff vom Erschließungsträger RBS wavees dem Gemeinderat schilderte. Zum einen seien Altlasten vom aufgeschütteten Bahndamm gefunden worden, zudem hätten Nachbarn eine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht, sodass der vorgesehene Zeitplan nicht eingehalten werden könne.

Beim Aufschütten des Bahndamms vor über 100 Jahren wurde verschiedenes Bodenmaterial und Steine verwendet, Teile von früheren Bauwerken wurden überschüttet. Deshalb wurde während der Bauarbeiten in sieben Meter Tiefe eine Sandsteinmauer entdeckt, es wurden Leitungen gefunden, die in keinem Plan verzeichnet waren, ebenso unbekannte Altlasten einer ehemaligen Mülldeponie. Zudem schickte die Bahn den eigenen Bauüberwacher zu spät, sodass es zu weiteren Verzögerungen kam. Diese Belastungen wurden bei der Prüfung der Baugrundverhältnisse nicht entdeckt, berichtete Berghoff. Erst bei den Aushubarbeiten kamen sie zu Tage. Für die Stadt bedeutet dies alles deutliche Mehrkosten. Aufgrund des verspäteten Baubeginns und der Bauerschwernisse könne der Zeitplan nicht eingehalten werden, eigentlich sollte zum Jahresende die Asphalttragschicht fertig sein. Nun werde bis zum Wintereinbruch gearbeitet.

Ganz anders beim zweiten Bauabschnitt Kreuzgasse: Die Arbeiten sind im Zeitplan und sollen Ende November abgeschlossen sein. Mit dem letzten Bauabschnitt wird im Frühjahr begonnen. Auch die Erschließungsarbeiten in Möggenweiler laufen laut Plan. Einzig die Arbeiten zur Notwasserversorgung müssten verändert werden, es wurde nicht eine kurzfristige Lösung geschaffen, sondern eine dauerhafte Leitung, als Zuleitung zum Hochbehälter Lichtenberg. Fast abgeschlossen sind die Arbeiten für die Abwasser-Druckleitung von Lipbach nach Kluftern. Die Restarbeiten sollen bis zum Jahresende fertig sein.

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