Ein Markenzeichen feiert Geburtstag

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Die Palmen wiegen sich im Wind, das Impro-Team brachte die Gäste beim zehnjährigen Jubiläum der Stadtgalerie in Bewegung.
Die Palmen wiegen sich im Wind, das Impro-Team brachte die Gäste beim zehnjährigen Jubiläum der Stadtgalerie in Bewegung. (Foto: Brigitte Walters)
Schwäbische Zeitung
Brigitte Walters

Mit einem fröhlichen Festakt hat der Kunstverein Markdorf am Freitag das zehnjährige Bestehen der Stadtgalerie gefeiert. Neben den Ansprachen von Bürgermeister Georg Riedmann und Bernhard Oßwald, dem Vorsitzenden des Kunstvereins, erinnerte Alt-Bürgermeister Bernd Gerber an die Gründung und den Start der Stadtgalerie. Wie bei den Vernissagen üblich, waren auch am Freitag der Geburtstagsfeier alle Plätze in der Stadtgalerie wieder voll besetzt.

Die Stadtgalerie sei zu einem Anker für die Kunstfreunde in der Markdorfer Altstadt geworden, stellte Bürgermeister Georg Riedmann bei der Begrüßung fest. Es sei dem Kunstverein gelungen, in den vergangenen zehn Jahren ein erstklassiges Ausstellungsprogramm zu präsentieren. In dem Verein hätten sich Menschen mit viel Kompetenz und Engagement zusammengetan. Inzwischen gebe es eine breite Verankerung der Aktivitäten in der Bevölkerung. Das zeigt sich auch an den Besucherzahlen: Die 50 Ausstellungen sahen insgesamt mehr als 40000 Kunstinteressierte. Riedmann lobt den Mut, den der Kunstverein vor mehr als zehn Jahren mit der Einrichtung bewiesen habe, ebenso das Risiko, das die Stadt mit der Unterstützung der Initiative eingegangen war. In Markdorf sei die Kultur breit aufgestellt. Dabei verwies der Bürgermeister auf die vielen verschiedenen Chöre und die Musikvereine. Der Kunstverein bereichere mit seinen engagierten Mitgliedern das kulturelle Leben der Stadt.

Das Ziel: Die Qualität beibehalten

Der Kunstverein sei eigentlich mehr oder minder in die Aufgabe hineingestolpert, erzählte Bernhard Oßwald. Damals hätten die Mitglieder wenig Ahnung von der Vorbereitung und Organisation einer Ausstellung gehabt. Auch zukünftig werde der Kunstverein Künstler aus der Region oder aus der Ferne auswählen, mit denen die inzwischen erreichte Qualität beibehalten werden könne. Oßwald dankte der Stadt für die Unterstützung und dem Café Coppola für die gute Zusammenarbeit.

Im Jahre 2005 seien Räume für eine Ausstellung von Arbeiten von Roland Litzenburger gesucht worden, erinnerte sich der ehemalige Bürgermeister Bernd Gerber. Es wurde das damalige Lampenhaus in der Ulrichstraße ins Gespräch gebracht. Schnell sei klar gewesen, dass es nicht nur für eine Ausstellung hergerichtet werden könne. Die ersten Künstler bekundeten ihr Interesse und mit Brigida Coppola-Bäder und ihrer Idee, zusätzlich ein Café einzurichten, sei eine stabile Basis gefunden worden. Das Konzept habe den Gemeinderat überzeugt und nach einem Dreivierteljahr konnte die Stadtgalerie im Frühjahr 2006 eröffnet werden.

Damit sei ein nachhaltiges Projekt geschaffen worden, bei dem sehr viele Menschen ehrenamtlich tätig sind. Die Stadtgalerie habe sich zu einem Markenzeichen der Stadt entwickelt, stärke die Innenstadt und sei Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher, stellte Gerber fest. Er zeigte sich überzeugt, dass die Stadtgalerie eine fantastische Zukunft vor sich habe, weiterhin Menschen finde, die sich einbringen und wie bisher von der Stadt unterstützt werde.

Für die musikalische Bereicherung der Feier sorgte das Sinti Jazz-Duo Bobby Guttenberger und David Klüttig. Zum Abschluss improvisierte das Impro-Team „Theater mit beschränkter Hoffnung“ zum Thema Gefühle, mit ausdrucksvollem Spiel und Sprache.

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