Der Lemon Beat Club ist zurück

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Bis vor kurzem war er von der Schließung bedroht. Jetzt ist das Lemon Markdorf wieder da – neu und renoviert.

Nach zwei Monaten Pause hat der Lemon Beat Club in Markdorf wieder geöffnet. In dieser Zeit wurde die Disco renoviert. „Das war dringend notwendig“, sagt Geschäftsführer Georg Mack. Und die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Wochen kommt noch der Außenbereich dran. Die Lemon Beach Bar wird voraussichtlich Mitte Mai eröffnen.

Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die Schließung des Clubs verkündet worden war, gab es viele Reaktionen. Grund war, dass die Betreiber am Ende nur Jahresverträge mit dem Grundstückseigentümer hatten. Das Gelände gehört dem Markdorfer Unternehmer Albert Weber – und der wollte es für spätere Betriebserweiterungen frei lassen.

„Der Aufschrei war riesig“, sagt Mack. „Vielen war erst klar, was es bedeutet, einen Club in Markdorf zu haben, als es hieß, dass wir zumachen.“ Es habe Leserbriefe und Petitionen gegeben, das Personal sei ständig darauf angesprochen worden. Ein Gast sei sogar extra aus der Schweiz angereist, um ihm mitzuteilen, wie schade es sei, dass das Lemon schließt. „Die Nachricht hat sehr weite Kreise gezogen“, sagt Georg Mack. „Umso schöner ist es, dass wir es jetzt möglich machen können, und der Club jetzt wieder attraktiver wird.“ Der Pachtvertrag laufe nun voraussichtlich fünf Jahre. Da lohne es sich auch, Geld zu investieren.

Seit Georg Mack, Bernd Reutemann und der inzwischen verstorbene Ralf Ischdonat die Disco 2009 nach einem längeren Leerstand wiedereröffneten, wurde in das Gebäude eigentlich nicht mehr groß investiert. Nun wurden die Toiletten und der Boden erneuert, die Lichtanlage und der DJ-Pult neu gemacht. Auch der Eingangsbereich sieht nun anders aus. Dort wurden massive Betonklötze entfernt und die Kasse befindet sich jetzt rechts vom Eingang. „Das ganze Team hat bei der Renovierung mitangepackt und viele Arbeiten in Eigenleistung übernommen“, sagt Mack.

Sand für die Beachvolleyballfelder

Was jetzt noch fehlt, ist der Außenbereich. Denn auch der Lemon Beach Club soll umgestaltet werden. Es sollen eine Beachbar, eine große Terrasse und verschiedene Sitzgruppen aufgebaut werden. Die Beachvolleyballfelder werden gereinigt und mit neuem Sand aufgefüllt. „Einige Firmen haben schon angefragt, weil sie dort ihre Firmenfeier veranstalten wollen“, sagt er.

Der Beach Club soll an den Tagen geöffnet sein, an denen auch in der Disco Betrieb ist. Der Außenbereich soll aber schon um 18 Uhr öffnen, während der Betrieb in der Disco erst um 23 Uhr beginnt. „Wir wollen schauen, wie es angenommen wird“, sagt Mack. Dass es durch laute Musik im Außenbereich zu Ruhestörungen in Markdorf kommen wird, glaubt er nicht. „Wir werden die Lautsprecher nicht in Richtung Stadt aufstellen“, sagt er. Die Termine für die ersten beiden Beachpartys steht übrigens schon: Sie finden am Mittwoch vor Fronleichnam, 30. Mai, und am Samstag, 30. Juni, statt.

So enttäuscht viele Gäste waren, als die Schließung des Lemon verkündet wurde, so sehr freuen sich jetzt viele, dass die Disco wieder geöffnet ist. „Uns war es wichtig, dass der Charme des Clubs beibehalten wird“, sagt Mack. Zwar wirke jetzt alles sauberer, doch die unkomplizierte Atmosphäre solle erhalten bleiben. „Ein Nobelclub wollten wir nie werden“, sagt er. In den Club passen 300 Gäste. Gespielt wird hauptsächlich Musik der 90er-Jahre, Black Music und House. Der DJ achte dabei auch darauf, was dem Publikum gefalle, sagt Mack.


Georg Mack vom Lemon Beat Club freut sich, dass die Disco nun zwar renoviert ist, die lockere Atmosphäre aber beibehalten wird.
Georg Mack vom Lemon Beat Club freut sich, dass die Disco nun zwar renoviert ist, die lockere Atmosphäre aber beibehalten wird. (Foto: Barbara Baur)
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