Der Apfel wird ins rechte Licht gerückt

Lesedauer: 5 Min

 Die Akteure der Bodensee-Apfelwochen freuen sich schon auf mehr als 100 Veranstaltungen in 20 Orten.
Die Akteure der Bodensee-Apfelwochen freuen sich schon auf mehr als 100 Veranstaltungen in 20 Orten. (Foto: Barbara Baur)

Die Apfelwochen dauern vom 22. September bis zum 14. Oktober.

In einer Woche beginnen die Bodensee-Apfelwochen. Innerhalb von drei Wochen sind mehr als 100 Veranstaltungen geplant. In 20 Orten am deutschen Bodenseeufer zwischen Stockach und Lindau präsentieren gut 50 Restaurants und Hofläden die Frucht in allen Varianten. „Es gibt auf jeden Fall viele Kostproben. Denn im Mittelpunkt steht der Apfel in verschiedenen Geschmacksrichtungen“, sagt Jennifer Krähmer von der Deutschen Bodensee-Tourismus GmbH, die die Apfelwochen organisiert.

2018 sei ein spannendes Obstjahr. Trotz des heißen und trockenen Sommers falle die Ernte viel besser aus, als zunächst erwartet, sagt sie. Die Früchte seien zwar etwas kleiner, dafür aber saftig und sehr süß im Geschmack. Das bestätigt Bernhard Fuchs von Salemfrucht. Zwar habe es nicht, wie im vergangenen Jahr, Schäden durch Frost gegeben. Dafür habe die Trockenheit die Bauern beschäftigt. Trotzdem erwartet er eine recht gute Ernte – die so früh anfängt wie noch nie zuvor. Schade sei, dass der Apfel keinen besonders guten Stand habe, dabei könne er mehr, als nahezu jedes „Superfood“, also Nahrungsmittel, die als besonders gesund gelten.

Aktivitäten rund ums Obst

Die Apfelwochen sollen die Früchte vom Bodensee noch bekannter machen. Bei mehr als 100 Veranstaltungen können Interessierte mehr über den Apfel und seinen Anbau erfahren. Die Veranstaltungen sind in die drei Kategorien „aktiv sein“, „besichtigen“ und „verkosten“ eingeteilt und in der Broschüre mit entsprechend eingefärbten Apfel-Symbolen markiert.

Wie ein Apfel von der Plantage in den Einzelhandel gelangt, das können die Besucher bei den Apfelwochen erfahren. Sie bekommen einen Einblick in den Weg, den die Äpfel zurücklegen, bis sie auf dem Tisch landen. „Wer aktiv sein möchte, kann zum Beispiel auf einer Obstplantage bei der Ernte helfen“, sagt Krähmer. Zu dieser Kategorie zählen auch geführte Wanderungen oder Radtouren. Es gibt aber auch Aktionen, die nicht ganz so sportlich sind, etwa Führungen in Keltereien oder im Obstgroßhandel. „Dort ist etwa zu sehen, wie Äpfel maschinell sortiert werden, oder wie sie transportiert werden, ohne dass sie Druckstellen bekommen“, sagt sie.

Landwirtschaft und Tourismus

Was die Verkostung von Äpfeln angeht, spielen die Hofläden und die Restaurants eine entscheidende Rolle, zum Beispiel der Obsthof Steffelin im Markdorfer Teilort Ittendorf. Christoph und Monika Steffelin eröffneten vor genau 25 Jahren ihren Hofladen. Damals übernahm Christoph Steffelin den Hof von seiner Familie. Während er sich sich um das Obst kümmert, kümmert sich seine Frau um den Hofladen, die inzwischen zehn Ferienwohnungen und die Besenwirtschaft. Das Angebot von Steffelins wächst stetig. „Das ergänzt sich und ist authentisch“, sagt der Obstbauer. Die Gäste könnten nachvollziehen, wie die Plantagen gepflegt werden, wie die Bäume blühen, die Äpfel wachen, das Obst geerntet und verkauft wird.

Auftakt der Bodensee-Apfelwochen ist am Samstag, 22. September, in Markdorf mit einem Apfelfest. Zwischen 12 und 18 Uhr gibt in der Altstadt Aktionen und Spezialitäten rund um den Apfel. In der Marktstraße ist ein Apfel- und Bauernmarkt aufgebaut, bei dem Obsthöfe und Hofläden vertreten sind. Rund um den Hexenturm können Kinder an einer Apfelolympiade teilnehmen, im Innenhof des Bischofsschlosses gibt es ein kulinarisches Angebot. Die Landfrauen bauen dort ihr Apfelkuchenbuffet auf und Rudi Öxle vom Markdorfer Schwanenstüble wird dort bewirten.

Die Apfelwochen dauern vom 22. September bis zum 14. Oktober.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen