Der 64. „Ochsenbachkurier“ ist fertig

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Die Macher des Ochsenbachkuriers präsentieren die Ausgabe 2020 der Markdorfer Narrenzeitung.
Die Macher des Ochsenbachkuriers präsentieren die Ausgabe 2020 der Markdorfer Narrenzeitung. (Foto: bw)
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Endlich ist er da, der diesjährige „Ochsenbachkurier“, die Narrenzeitung der Historischen Narrenzunft Markdorf. Wieder mal eine bunte Sammlung von lustigen Sprüchen, Bildern und Begebenheiten aus der Zunft und aus dem Städtle. Direkt neben der Druckmaschine übergab Rainer Zanker, vom gleichnamigen Druckhaus, den Narren und dem Redaktionsteam den 64. Jahrgang.

Am Samstag wandern die Narren durch die Stadt, von Haustür zur Haustür und verkaufen den Ochsenbachkurier. In den folgenden Tagen kann dieser in den bekannten Verkaufsstellen erworben werden.

Der Kurier wurde optisch etwas aufgehübscht, berichtet Chefredakteurin Annika Rössler. Die Hauptthemen des Heftes sind bereits auf dem Titelblatt zu sehen. So kann der interessierte Leser erfahren, wie eine Karbatsche entsteht und, dass Hubert Guffert, nach Jahrzehnten Spinnen und Flechten, die Herstellung der Fasnet-Goißel an Christoph Blaschke übergeben hat. Zukünftig soll es unter dem Titel „F – wie Fasnet, W – wie Wissen“ umfassende Informationen zum Brauchtum geben. Ebenso soll es weiterhin närrische Geschichten aus den Stadtteilen Ittendorf, Leimbach und Hepbach geben.

Bereits seit dem Jahr 1885 gibt es eine jährliche Narrenzeitung, erzählt Vize-Zunftmeister Dietmar Bitzenhofer. Er präsentierte beim Treffen auch gleich einen Neuzugang für das Zunft-Archiv, die Ausgabe 1905 der Narrenzeitung, damals noch unter dem Namen „Gehrenberg-Bote“. Die 2000 Exemplare mit jeweils 68 Seiten wurden auf einem Fünf-Farbdrucker in rund vier Stunden gedruckt, dabei wurden etwa 800 Kilogramm Papier verbraucht.

Es folgten noch etwa sechs Stunden für Falzen, Zusammentragen, Heften und Schneiden. Doch bis es so weit ist, muss das Redaktionsteam fleißig sein, schon in der Fasnet wir mit dem Sammeln von lustigen Geschichten, Sprüchen und Bildern für den nächsten Kurier begonnen.

Im Herbst wird mit Werbung bei den Anzeigenkunden gestartet und zum Jahresende kann dann Conny Jelitte mit dem Layout und Satz in der Druckerei beginnen und die lustigen Geschichten zusammenstellen.

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