Dem Wetter ein Schnippchen geschlagen

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Gut eingespielt: Das Team der Fußballer, bei denen es bewährte Krautspätzle nach bester Hausfrauenart gibt.
Gut eingespielt: Das Team der Fußballer, bei denen es bewährte Krautspätzle nach bester Hausfrauenart gibt. (Foto: Fotos: Wilfried geiselhart)
Wilfried Geiselhart

Wetter hin oder her: Das Bermatinger Weinfest zu besuchen, ist einfach eine Selbstverständlichkeit. Und dafür nimmt man gegebenenfalls auch eine weite Anfahrt hin. So sehen es jedenfalls Martin Schmid, Jonas Link, Holger Herrmann und Sebastian Rilling. Sie kommen aus Mössingen und Reutlingen – und sind seit mindestens 15 Jahren Stammgäste bei diesem Fest, das am Wochenende zum 47. Mal auf dem Gelände des Markgräflich Badischen Weingutes über die Bühne ging.

„Der Wein ist gut, das Ambiente auch. Die zünftige Livemusik ist klasse und die Preise sind sehr zivil. So schöne Weinfeste gibt es bei uns zuhause in der Region nicht“, ist man sich beim ersten Anstoßen in der gemütlichen „Bärenhöhle“ absolut einig. Dass es im weiteren Verlauf des Samstagabends noch zu einem „Absacker“ in den Gewölbekeller geht, auch darüber gibt es unter den Mittdreißigern keinen Zweifel.

„Wein vergoldet jeden Tag, schleicht hinweg des Daseins Plag.“ Natürlich hatte die noch amtierenden Bodensee-Weinprinzessin Stephanie Megerle zur offiziellen Eröffnung des Bermatinger Weinfestes auch die richtigen Worte parat. Ihr Ausblick galt auch der Weinlese, die in den kommenden Wochen beginnt und angesichts des traumhaften Sommerwetters schon jetzt viel verspricht. Am heutigen Montag wird Stephanie Megerle die Krone der Bodensee-Weinprinzessin an ihre neu gewählte Nachfolgerin weitergeben – aber die Krone der Badischen Weinprinzessin noch eine Saison lang behalten.

Zu den Ehrengästen, die Bürgermeister Martin Rupp zu den schmissigen Klängen der Musikkapelle Großschönach begrüßen durfte, zählten auch Prinz Michael und Prinzessin Christina von Baden. Rupps Dank galt vor allem den Vereinen und den zahlreichen Ehrenamtlichen des Sportvereins, des Tennisclubs, der Narrenzunft, des Musikvereins und der Feuerwehr, die sich wie immer mit vollen Kräften ins Zeug legten. Zum Beispiel das gut eingespielte Team der Fußballer, an deren Stand alles Hand in Hand ging. Peter Dannecker kochte wie immer bewährte Krautspätzle nach bester Hausfrauenart. Ingo Regel kam gar aus Waldshut-Tiengen angereist. „Das Weinfest ist der Termin, bei dem man jede Menge alte Bekannte trifft. Also ein absoluter Jahreshöhepunkt“, sagt „Greenkeeper“ Gerhard Miez.

Gut ist die Stimmung derweil auch am offenen Feuer der „Weinlaube“. Hier haben es sich Peter und Christa Klaus aus Unteruhldingen gemütlich gemacht. Sie sind zum ersten Mal beim Bermatinger Weinfest und sitzen gemeinsam mit langjährigen SV-Vorstandsmitgliedern wie Angela Homburger und Armin und Claudia Fink auf der großen Eckbank und kommen schnell ins Plaudern. „Wo gibt es ein Weinfest in solch toller Umgebung?“, sind auch Margarete und Rudolf Merk, Hilde und Sepp Grupp und Anja Grupp voll des Lobes. „Allein der Blick raus auf die Weinberge ist einmalig. Hier trifft sich Jung und Alt. Und man kommt mit so vielen Leuten ins nette Gespräch.“ Darauf einen guten Tropfen aus dem Markgräflich Badischen Weingut.

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