Das BZM ist bereit für die Sanierung

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 Die alte Sporthalle des BZM ist dringend sanierungsbedürftig. In einem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die alte Sporthalle des BZM ist dringend sanierungsbedürftig. In einem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. (Foto: Archiv Yvonne Durawa)

Die Sporthalle am Bildungszentrum Markdorf (BZM) ist bereit für die Sanierung. Vor den Weihnachtsferien fand dort der letzte Sportunterricht statt. Nun sind die Räume offiziell geschlossen, denn die Bauarbeiten beginnen noch im Januar. Während der Boden noch recht neu ist und erhalten werden soll, hat der Rest der Halle die Sanierung dringend nötig. Geplant ist die Erneuerung von Heizung, Sanitärbereichen, Dach und Außenhülle.

Vor den Ferien wurden die Sportgeräte verpackt und eingelagert. Im ersten Schritt werde nun die Baustelle eingerichtet, sagt Veronika Elflein, Schulleiterin des Schulverbunds. „Dann wird die Halle teilweise zurückgebaut und entkernt.“ Der Baustellenbereich und die Baustraße werde mit Zäunen abgetrennt. Eine Herausforderung sei, dass die alte Sporthalle ziemlich zentral auf dem Schulgelände liegt: Sie steht genau zwischen dem Schulgebäude und der neueren Sporthalle, davor befinden sich die Bushaltestellen. „Es werden überall Bauzäune aufgestellt, um die Baustraße zu sichern“, sagt sie. Dennoch sei geplant, den Verkehr so zu steuern, dass die Lastwagen nicht zu den Stoßzeiten fahren, also wenn rund 1600 Schüler morgens ankommen. „Die Wege kreuzen sich aber trotzdem: Wenn es in die andere Sporthalle geht“, sagt die Schulleiterin.

Während der Sanierung ist die alte Sporthalle nicht benutzbar. „Der Sportunterricht wird für den gesamten Zeitraum ausgelagert“, sagt Elflein. Zum einen wird die andere Sporthalle stärker belegt, zum anderen sind die Schüler in der Kletterhalle, im Fitnessraum und verstärkt beim Schwimmen. Außerdem findet auch in der Halle in Bermatingen Sportunterricht statt. „Wir wollen auch mehr draußen Sport machen“, sagt die Schulleiterin. „Von den Stunden her wird es keine Einschränkung geben.“ Auch Vereine nutzen die Sporthalle des BZM. Sie weichen während der Sanierung zu benachbarten Vereinen aus. Teilweise reduzieren sie ihren Rhythmus und treffen sich vorerst nur noch alle 14 Tage.

Eine Frage der Organisation

„Die ganze Sanierung am BZM wird spannend“, sagt Klaus Spatzier, Konrektor des Schulverbunds. Während zuerst die Sporthalle und später das Schulgebäude zur Großbaustelle wird, müsse vieles neu geregelt und umorganisiert werden. „Das Verständnis ist aber da, weil die Schule wirklich dringend saniert werden muss“, sagt er. Nach der Sanierung der Sporthalle kommen die Räume für die naturwissenschaftlichen Fächer an die Reihe. Der sogenannte NWA-Bereich erstreckt sich auf zwei Stockwerke, die nacheinander saniert werden.

Weil Schulverbund und Gymnasium sich die Fachräume teilen, muss die Raumbelegung dann etwas straffer organisiert werden. „Außerdem sind Klassenzimmer gut ausgestattet, sodass auch dort Fachunterricht stattfinden kann“, sagt Spatzier. Eine Idee sei, den Unterricht stärker in Theorie- und Praxisblöcke aufzuteilen. In den Klassenzimmern soll dann mehr der theoretische Teil und in den Fachräumen der praktische Teil vermittelt werden. Nach den Fachräumen werden in den Jahren 2020 und 2021 Mensa und Eingangsbereich erneuert. Dort soll auch eine Aula entstehen.

Zwar sollen viele laute und staubige Arbeiten nachmittags und in den Ferien erfolgen, trotzdem werden sich Störungen nicht ganz vermeiden lassen. „Es werden Staubschutzwände eingezogen. Außerdem soll es separate Eingänge für die Bauarbeiter geben“, sagt Roger Brand, stellvertretender Leiter des Gymnasiums. „Während der Prüfungen ist Baustopp“, sagt Veronika Elflein. Asbest wurde übrigens schon in den 90er-Jahren aus dem BZM entfernt. „Zur Sicherheit wird es trotzdem während der gesamten Bauphase Luftmessungen geben“, sagt sie.

Die Arbeiten an der Sporthalle sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Kostenpunkt für diesen ersten Bauabschnitt: 8,5 Millionen Euro.

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