Camerata Serena singt zu Allerheiligen

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Nikolaus Henseler leitet das Ensemble.
(Foto: Patrick Köhl)
Schwäbische Zeitung

Die Camerata Serena gastiert wieder in der Kirche St. Nikolaus in Markdorf. Die Akustik dieser Kirche ist für den erlesenen Klang des überregional renommierten Ensembles bestens geeignet. Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Nikolaus Henseler, der die Camerata Serena seit 2012 kontinuierlich zu hoher Qualität führt und in ihrem transparenten Klang formt.

Das Konzert findet am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr in St. Nikolaus in Markdorf statt. Dirigent Nikolaus Henseler freut sich, Klangerlebnisse der besonderen Art zu ermöglichen. Dazu stehen ihm 26 ausgewählte Chorstimmen zur Verfügung, die ausgewogen besetzt sind.

Michail Glinkas „Cherubim-Hymnus“ bietet gleich zu Beginn des Programms eine große Farbpalette mit sonoren Bässen und runden, volltönenden Harmonien. Felix Mendelssohn-Bartholdys „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ stellt textlich die Verbindung zum Allerheiligen-Fest her. „Es ist immer wieder unglaublich, wie reichhaltig und differenziert Mendelssohn mit dem Chorklang umzugehen weiß“, sagt Henseler.

Den demütigen und bittenden Ausdruck von Mendelssohn nimmt Johann Sebastian Bachs Motette „Komm, Jesu, komm“ auf und variiert ihn gleichzeitig in den einzelnen Abschnitten der Motette. Virtuos gesetzt ist beispielsweise die an Gott gerichtete Aussage „Du bist der rechte Weg, die Wahrheit und das Leben“ – kontemplativ der Schusschoral „Drum schließ ich mich in deine Hände“. Das Werk wird von Bachs fast schon düsterer Cellosuite Nr. 2 in d-Moll umrahmt.

Die a-cappella-Motetten von Anton Bruckner sind klanglich extrem breit gefächert: Innigste Passagen stehen gewaltigen Klanggebäuden gegenüber. Neben dem berühmten „Locus iste“ und „Ave Maria“ werden auch die seltener aufgeführten Motetten „Christus factus est“ und „Os justi“ erklingen. Nikolaus Henseler ist sich sicher: „Für jeden für jeden Hörer sind diese ergreifenden Werke eine große Freude, denn in jedem Takt wartet eine harmonische Überraschung , die uns hinwegfegt.“

Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

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