„Bitze“ bastelt Wunschkennzeichen

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Vize-Zunftmeister Dietmar Bitzenhofer präsentiert sein Wunschkennzeichen fürs Auto.
Vize-Zunftmeister Dietmar Bitzenhofer präsentiert sein Wunschkennzeichen fürs Auto. (Foto: bw)
Brigitte Walters

Mit launigen Worten, teilweise in Reimform, sind die Geschehnisse aus den vergangenen Monaten rund ums Obertor und Rathaus in der traditionellen Martini-Sitzung am Montag der Historischen Narrenzunft Markdorf kommentiert worden. Zudem gab es eine Vorausschau auf die kommende Fasnet – die unter dem Motto „Fasnet hat Vorfahrt“ stehen wird, dies kündigte Zunftmeisterin Birgit Beck an.

Der Verkehr in Markdorf ist auch für die Narren ein Thema, so beklagte die Zunftmeisterin in gereimten Worten die vollgeparkten Straßen im Süden der Stadt, dort sei häufig kein Durchkommen. Bei der Kreuzung am Bahnübergang gibt es immer noch Radler und Autofahrer, den die Vorfahrtsregeln nicht geläufig seien. Das Verkehrschaos bei der letzten Umleitungsregelung nervte nicht nur Birgit Beck. Die Umleitung bei den Narrentreffen hätten immer funktioniert, stellte sie fest. Deshalb gelte, ob Fahren, Stehen oder Parken im Städtle, die Fasnet habe Vorfahrt.

Weniger zufrieden waren die Narren beim Rückblick mit Bürgermeister Georg Riedmann, dem Bischofsschloss im Dornröschenschlaf und der Verwaltung, die sich auf Dauer im alten Rathaus einrichten muss. Pluspunkte dagegen gab’s beim Bahnhof, der einen neuen Besitzer hat und sich nun zu einem attraktiven Treffpunkt entwickeln soll. Auch der Radständer in Pink hat eine neue Heimat in der Hauptstraße, passend vor einem Sportgeschäft, gefunden.

Im Archiv hatte Vizezunftmeister Dietmar Bitzenhofer gekramt und war fündig geworden: Schon 1978 berichtete die Narrenzeitung darüber, dass der Bürgermeister mit der Verwaltung ins Bischofsschloss übersiedeln wolle. Ein Relikt aus der Vergangenheit wurde wiederbelebt, es gibt wieder die alten Autokennzeichen „ÜB“ oder „TT“, „Bitze“ hatte sich gleich sein neues gebastelt. Etwas kleinlaut gab sich Otto Gäng, Ehrenzunftmeister und Vizepräsident beim VSAN. Eigentlich wollte er zwei Ehrengäste zur Martini-Sitzung mitbringen, nachdem ihm dies bereits im vergangenen Jahr nicht gelungen war, sagte er lieber nix.

Für jahrzehntelange Tätigkeit in der Narrenzunft wurde Ernst Benzing geehrt, so war er Spezialist, wenn es darum ging, die Maske der Kaujohle zur reparieren. Als neue Mitglieder im Narrenrat wurden Arianne Zollner, Kevin Maraun und Alexander Richter von der Zunftmeisterin vorgestellt. Einen kurzen Rückblick auf die Aktivitäten der Zunft in den vergangenen Monaten gab Nicola Benz. Dabei stellte sie die Frage, wo der Stadtsoldat geblieben ist, der bisher an der Rückseite vom Obertor stand. Der werde derzeit „aufgehübscht“, erläuterte Stadtbaumeister Michael Schlegel und im Frühjahr wieder aufgestellt, dann aber vor dem Bogen des Obertors.

Kurz und knapp fiel das Wort zum Tag von Clemens Scheidweiler aus, der sich diesmal die Fraktionssprecher im Gemeinderat als Motiv für seine Worte und Karikaturen ausgewählt hatte, die im Anschluss spontan versteigert wurden.

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