Bahn verzögert Arbeiten

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Renate Habermaas

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets in der Eisenbahnstraße wird die Stadt Markdorf rund 360 000 Euro mehr kosten. Das berichtete Michael Müller von der Erschließungsfirma RBS Wave im Gemeinderat. Unerwartete Auflagen der Bahn hätten den Baubeginn verzögert und zu erheblichen Mehrkosten geführt.

So erlaube die Bahn nur Nachtarbeiten und untersage die Störung des Zuverkehrs tagsüber. „Aufgrund der Forderungen der Bahn, konnten wir nicht anfangen zu arbeiten“, berichtete Müller am Dienstagabend. Man habe bereits im Juni 2017 mit der Bahn einen Vertrag über die geplante Maßnahme erarbeitet, doch vier Wochen vor Beginn der Verlegung der Rohre in acht Meter Tiefe unter der Bahnlinie, seien besagte Auflagen gekommen.

„Wir wollen die Abwasserführungen in der Stadt optimieren, bevor wir in die Erschließung einsteigen“, erklärte Bürgermeister Georg Riedmann zu den nötigen Kanalarbeiten. Weil der bestehende Abwasserkanal nicht mehr ausreichend ist, seien im Vorgriff auf das künftige Gewerbegebiet diese Tiefbauarbeiten für einen neuen Abwasserkanal notwendig. Der neue Kanal werde größer als der bisherige und führt in rund acht Metern Tiefe unter den Bahngleisen hindurch. Riedmann versprach im Gemeinderat, mit der Bahn über eine mögliche Beteiligung an den Mehrkosten, zu verhandeln.

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