Artenvielfalt ist Thema eines Kongresses

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Artenvielfalt steht im Zentrum des Regionalkongresses. Dabei geht es beispielsweise auch um Bienen.
Artenvielfalt steht im Zentrum des Regionalkongresses. Dabei geht es beispielsweise auch um Bienen. (Foto: Matthias Balk/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 13. April, um 17 Uhr im Bürgerhaus in Kluftern. Das Ende ist auf 20 Uhr angesetzt.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Hahn organisiert einen Tag zum Thema Artenvielfalt. Unter dem Titel „Regionalkongress Biodiversität – Was können wir tun?“ treten am kommenden Freitag, 13. April, im Bürgerhaus in Kluftern elf Referenten auf. Beginn ist um 17 Uhr. Ziel der Veranstaltung ist es, in der Region eine öffentliche Debatte anzustoßen. „Denn das Thema betrifft uns alle“, sagt Hahn.

Zu den Rednern gehören Vertreter von Kommunen, der Landwirtschaft, dem Straßenbau, der Imker und Vertreter von Stiftungen, die sich mit Naturschutz engagieren. Alle Redner haben zehn Minuten Zeit für einen Impulsvortrag. Direkt im Anschluss gibt es jeweils die Möglichkeit, Sachfragen zu klären. Eine Diskussion soll es erst am Ende des Abends geben. „Wir haben uns bewusst so entschieden, weil die Vorträge ein Gesamtbild ergeben sollen, auf dessen Grundlage dann diskutiert wird“, erläutert Martin Hahn.

Von vielen Seiten beleuchten

Damit die Vorträge sich inhaltlich nicht zu sehr überschneiden, haben die Referenten von den Organisatoren zur Vorbereitung Fragen zu ihren Fachbereichen bekommen. „Das Ziel ist, die Biodiversität von möglichst vielen Seiten zu betrachten“, sagt er. Ihm sei es wichtig, das Thema auf die Region herunterzubrechen. Außerdem will er den Fokus nicht darauf legen, was schief läuft, sondern schauen, was schon gut funktioniert. „Es gibt auch viele kleine Stellschrauben, an denen gedreht werden kann“, sagt er. Auch deshalb sei es so wichtig, sich über die verschiedenen Methoden auszutauschen.

Der Kongress soll eine Plattform sein, um über viele kleine Schritte zu sprechen, die den Artenschutz insgesamt voranbringen. Ein Beispiel ist das Straßenbegleitgrün. „Die Grünstreifen entlang von Straßen werden regelmäßig gemulcht, zum Teil dreimal im Jahr“, sagt Hahn. Man könne durchaus die Frage stellen, ob das sinnvoll ist. Schließlich sei es auch denkbar, abzuwarten bis die Blütezeit vorbei ist. Denn dann hätten die Insekten auch noch etwas von den Pflanzen. „Straßenränder sind zwar schmal, aber insgesamt sind es große Flächen“, sagt er. Diese Flächen entsprechend zu pflegen, sei auch eine Aufgabe der Kommunen. Aus diesem Grund berichten bei der Veranstaltung auch Vertreter von Stadtverwaltungen, vom Forst und vom Straßenbauamt von ihren Erfahrungen.

Verschiedene Akteure am Tisch

Wenn es um Artenvielfalt geht, ist zwangsläufig auch die Landwirtschaft betroffen. Deshalb sprechen beim Kongress auch ein Vertreter des Kreisbauernverbands Tettnang und eine Beraterin der Marktgemeinschaft Bodenseeobst. „Wir wollen zum Beispiel thematisieren, was wir tun können, um mehr Insekten auf den Obstplantagen in unserer Region zu halten“, sagt Hahn. Informationen über Bienen gibt außerdem ein Imker. Weil im Naturschutz auch Verbände und Stiftungen aktiv sind, werden die Bodenseestiftung, der Landschaftserhaltungsverband und die Heinz Sielmann Stiftung aus Stockach Stellung beziehen.

Als Landtagsabgeordneter stellt Martin Hahn ein Landesprogramm zur Förderung der Artenvielfalt vor, für das das Land Baden-Württemberg Geld bereitgestellt hat. Der Politiker wird erläutern, wofür es vorgesehen ist, wo es ankommen und was es bewirken soll – und für was man überhaupt Geld benötigt. „Denn vieles lässt sich auch mit wenigen Mitteln umsetzen“, sagt er.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 13. April, um 17 Uhr im Bürgerhaus in Kluftern. Das Ende ist auf 20 Uhr angesetzt.

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