Applaudiert wird erst am Schluss

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Ein anstrengendes Jubiläumsjahr geht zu Ende: Dirigent Herbert Mayer kann sich auf seine Musiker verlassen. (Foto: Martin Samland)
Schwäbische Zeitung
Martin Samland

Die Musikkapelle Roggenbeuren hat bei ihrem 37. festlichen Bläserkonzert in der Kirche in Untersiggingen wieder die Musik für sich sprechen lassen. „Mit dem heutigen Kirchenkonzert geht das Jubiläumsjahr zu Ende“, sagte der Vorsitzende, Anton Rist, in seiner kurzen Begrüßung. Alle Wünsche hätten sich für den Verein erfüllt, bedankte er sich bei den zahlreichen Helfern.

Trotz des anstrengenden Jubiläumsjahres – der Verein feierte heuer seinen 100. Geburtstag (SZ berichtete mehrfach) – hatte Dirigent Herbert Mayer ein stimmungsvolles Programm zusammengestellt, das wie immer ohne Moderation auskam. „Und Sie wissen, Applaus gibt es erst am Schluss“, erinnerte Rist die Zuhörer, dem sakralen Raum der Kirche würdigend.

Diese Bedingung fiel den Zuhörern bereits nach dem festlichen Auftakt „Te Deum“ des vereinseigenen Blechbläser-Quintetts sichtlich schwer. Voll besinnlicher Tiefe stand dann „Il Signore é Con te“ auf dem Programm, dem das abwechslungsreiche Stück „Fanfare, Aria & Farandole“ folgte. Schwungvoll und voller Tempowechsel steigerte sich das Stück zum Ende hin und mit „Divertimento“ zeigte nach den Blechbläsern auch ein Klarinetten-Quintett, dass sie ihren Kollegen von den Blechbläsern musikalisch in nichts nachstehen.

Mit „Das große Tor von Kiew“ und „A Salzburg Impression“ folgten zwei Stadtansichten. Jedes einzelne Stück wäre dabei ein Sonderapplaus wert gewesen, aber die Zuhörer mussten sich noch etwas zurückhalten. Fröhlich ging es mit „Legende“ weiter und Peter Waibel am Flügelhorn und Wolfgang Havers an der Kirchenorgel luden mit „You raise me up“ als Solisten danach zum Träumen ein. Märchenhaft startete dann der Titel „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und viel zu schnell endete das Konzert mit „Heaven´s light“. Dann durfte auch endlich ausgiebig geklatscht werden. „Musik verbindet“, sagte Pfarrer Jürgen Schmidt und bedankte sich bei den Musikern für ihr kirchliches Engagement. Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Süßer die Glocken nie klingen“ verabschiedeten sich die Musiker in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub.

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