Aktion „Weihnachtsbaum“ will Kinderaugen strahlen lassen

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103 Wunschzettel warten bei der Aktion „Weihnachtsbaum“ auf großherzige Spender. Beteiligt sind (von links): Waltraud Zeller-Fle
103 Wunschzettel warten bei der Aktion „Weihnachtsbaum“ auf großherzige Spender. Beteiligt sind (von links): Waltraud Zeller-Fleck vom Familientreff, die Soroptimistinnen Margit Koch-Nedela, Martina Herder und Agnes Schröder, von der Buchhandlung Ravensburg Kristina Deike-Müller. (Foto: bw)
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Die 13. Aktion „Weihnachtsbaum“ der Soroptimistinnen ist am Freitag gestartet. In der Buchhandlung RavensBuch warten diesmal 103 Wunschkarten von Kindern und Jugendlichen auf die großzügigen Spender. Die Mitarbeiter des Familientreffs in Markdorf und vom Jugendamt des Kreises erfragten die Wünsche von bedürftigen Kindern und Jugendlichen bei den Eltern, diese können dann in Zusammenarbeit mit dem Soroptimisten-Club Friedrichshafen hoffentlich alle erfüllt werden.

Bei den bisherigen Aktionen sind im Bodenseekreis insgesamt etwa 5000 Wünsche erfüllt worden, berichtete Martina Herder von den Soroptimistinnen. Das Verfahren ist einfach, der Spender sucht sich eine anonymisierte Wunschkarte in der Buchhandlung aus, besorgt das Geschenk (bis maximal 25 Euro) verpackt es hübsch und bringt es mit dem Wunschzettel bis 9. Dezember zurück in die Buchhandlung. Die Wünsche sind dabei sehr verschieden, so wünscht sich ein 17-Jähriger Kopfhörer oder einen Gutschein für den Media Markt, eine Achtjährige hätte gern etwas von Lego, ein Dreijähriger ein Buch aus der Reihe „wieso, weshalb, warum“. Ein Neunjähriger will einfach nur eine Überraschung, eine Vierjährige möchte etwas von Play-Mobil. Auf einem anderen Wunschzettel wird um Pflegeprodukte für ein Baby gebeten.

Die einzelnen Geschenke werden dann Mitte Dezember an die Mitarbeiter des Familientreffs und des Jugendamts übergeben, die dann die Päckchen an die Familien weitergeben, erklärte Agnes Schröder den weiteren Ablauf der Aktion. Bei den Eltern gebe es strahlende Augen, wenn ihnen ein Geschenk für ihre Kinder übergeben werden, es sei auch ein Zeichen der Wertschätzung, erklärte Martina Herder. Die Wunschzettel sind von Kindern und Jugendlichen aus Markdorf und der Region. Im Bodenseekreis gibt es etwa 1000 Kinder und Jugendliche, die an der Armutsgrenze leben, erklärte Margit Koch-Nedela. Es könnte also auch ein Kind aus der Nachbarschaft auf die Erfüllung eines besonderen Wunsches hoffen.

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