Abiturienten beeindrucken Kendrion-Chef

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Der von den Schülern Eric Pitz und Florian Gebhardt entwickelte Spiegel für die Roboter-Kamera wird derzeit noch durch eine Weih
Der von den Schülern Eric Pitz und Florian Gebhardt entwickelte Spiegel für die Roboter-Kamera wird derzeit noch durch eine Weihnachtskugel vertreten. (Foto: bw)

Den Förderpreis des Markdorfer Wirtschaftskreises haben am Samstag im Bereich Naturwissenschaft und Technik die BZM-Gymnasiasten Jakob Holz, Florian Gebhardt und Eric Pitz erhalten. Im Bereich Sprachen war es die Abiturientin Lea Luchterhand.

Vorher hatten die Preisträger ihre Projekte vorgestellt. Die Preise überreichte Manfred Schlett, Geschäftsführer von Kendrion am Standort Markdorf. Die drei Schüler gehören der Roboter-AG des Gymnasiums an. Jakob Holz hatte sich vorgenommen, die universelle Platine für die Fußball spielenden Roboter zu erstellen. Diese Hauptplatine ist das Herz und Gehirn des Roboters und der Schüler hatte sich zum Ziel gesetzt, diese noch kompakter und praktikabler zu bauen als bisher. Dabei gab es zahlreiche Schwierigkeiten: Die ständige Weiterentwicklung sei notwendig, da es unterschiedliche Vorgaben für die Roboter in den verschiedenen Spielklassen gebe. Viele einzelne Komponenten wurden verbaut und verschiedene Technologien angewandt. Während der neunmonatigen Bauzeit habe er die Erfahrung gemacht, wie wichtig Zuverlässigkeit, Universalität und Robustheit der Platine seien, erklärte Jakob Holz.

Den Ball im Blick

Sie sei nie perfekt, ständig gelte es, sie zu verbessern. Ebenso die Qualität der Roboter zu verbessern, ist das Ziel von Florian Gebhardt und Eric Pitz. Sie sind dabei, ein Katadioptrisches Kamerasystem zu entwickeln. Das bedeutet, die Kamera des Roboters hat zukünftig mittels Spiegel ein Sichtfeld von 360 Grad um den Ball zu finden. Die beiden Schüler erläuterten, wie sie den Spiegel berechneten. Das war nicht leicht: Die Tiefenschärfe musste bleiben und die runde Form des Balles sollte nicht verzerrt werden. Nun gilt es noch den Spiegel zu erstellen. Dafür wurden die beiden von einem weltbekannten optischen Unternehmen eingeladen. Ziel ist es, das neue Kamerasystem bei der Deutschen Meisterschaft 2019 zu präsentieren und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Australien zu schaffen.

Per Videobotschaft präsentierte Lea Luchterhand ihre sprachliche Begabung. Sie ist zurzeit auf Abi-Reise. Im Herbst will sie eine Stelle in einem englischsprachigen Land annehmen und das Preisgeld nutzen, um das Land – wahrscheinlich Kanada – kennenzulernen. Dann biete sich an, über ihre Erfahrungen in einem zweisprachigen Land zu berichten, erklärte Lea Luchterhand. Im vergangenen Jahr hatte Jessica Mazat den Preis im Bereich Sprachen erhalten. Sie berichtete von ihrer London-Reise, auf der sie sich mit dem Brexit beschäftigte.

Erstmals bei war Manfred Schlett dabei. Er sei sprachlos und tief beeindruckt von den Leistungen der Schüler, erklärte der der Kendrion-Geschäftsführer. Dabei bewundere er nicht nur das Wissen und Können im Bereich Sprachen und Naturwissenschaft und Technik, sondern auch das Engagement der Schüler.

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