726 Unterschriften gegen die Südumfahrung

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 726 Unterschriften gegen die Südumfahrung haben Mitglieder der UWG gesammelt, die von Joachim Mutschler, Susanne Deiters Wälisc
726 Unterschriften gegen die Südumfahrung haben Mitglieder der UWG gesammelt, die von Joachim Mutschler, Susanne Deiters Wälischmiller, Artur Rudolf, Bernhard Grafmüller und Frieder Staerke an Bürgermeister Georg Riedmann übergeben werden. (Foto: Brigitte Walters)
bw und Brigitte Walters

Die öffentliche Sitzung des Kreistags beginnt am Mittwoch, 16. Oktober, um 15 Uhr im Säntissaal des Landratsamts in Friedrichshafen mit der Südumfahrung. Das Gremium entscheidet über den Antrag der Grünen- und der SPD-Fraktion, die den Bau der Straße ablehnen.

Es gibt auch Bürger, die die Südumfahrung Markdorf ablehnen. Dies will die Umweltgruppe Markdorf (UWG) mit einer Unterschriftenaktion verdeutlichen. Am Montag überreichten Mitglieder der UWG Listen mit 726 Unterschriften gegen die geplante Straße im Markdorfer Süden. Damit wolle die UWG ein deutliches Signal setzen, nachdem sich die Befürworter vor rund drei Wochen versammelt haben, erläuterte Joachim Mutschler von der UWG. Die Unterschriften werden ebenfalls am Mittwoch dem Landrat übergeben, kündigte Frieder Staerke an.

Innerhalb weniger Tage sei es gelungen, in Markdorf 410 Unterschriften von Gegnern der Südumfahrung zu sammeln, berichtete Mutschler. Ebenso haben sich 290 Bürger aus Kluftern gegen diese Straßenplanung ausgesprochen, da sie stark betroffen sind. Ein Teil ihres Naherholungsgebietes werde zerstört, zudem werde ein Teil des Verkehrs dann durch den Ort fahren, sagte Artur Rudolf von der Initiative Pro Kluftern. Einige Gegner aus Bermatingen und Salem haben ebenfalls unterschrieben.

Er werde in der Sitzung des Kreistags am Mittwoch den Antrag zum Verzicht auf die Südumfahrung von SPD und Grünen ablehnen, kündigte Bürgermeister Georg Riedmann an. Er habe bereits mehrfach erklärt, dass vor einem endgültigen Baubeschluss des Kreistags die Stadt Markdorf, also der Gemeinderat, dazu ein Votum abgeben müsse. Dieses gebe es bisher nicht. Der Kreisausschuss Umwelt und Technik habe beschlossen, dass die Werkplanung vergeben werden soll, derzeit laufe die Ausschreibung dazu.

Trotz des Vertrags zwischen Stadt und Kreis aus dem Jahr 2013, in dem sich die Stadt zu einer Mitfinanzierung verpflichtet habe, aber auf eine Mitsprache beim Baubeschluss verzichtet hat, erwarte er, dass der Landrat von der Stadt ein endgültiges Votum für oder gegen die Straße anfordert, machte Riedmann deutlich. Es gebe viele Argumente für oder gegen die Südumfahrung, sagte der Bürgermeister. Bei ihm persönlich überwiegen die Gegenargumente. Zudem habe er den Eindruck, dass derzeit die Erwartungshaltung der Markdorfer auf eine verkehrliche Entlastung durch die Südumfahrung zu groß sei.

Die öffentliche Sitzung des Kreistags beginnt am Mittwoch, 16. Oktober, um 15 Uhr im Säntissaal des Landratsamts in Friedrichshafen mit der Südumfahrung. Das Gremium entscheidet über den Antrag der Grünen- und der SPD-Fraktion, die den Bau der Straße ablehnen.

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