Narren bringen „Enzi“ groß raus

Die Bewohner des Altenpflegeheims freuen sich über die Narren in Langenargen.
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Die Bewohner des Altenpflegeheims freuen sich über die Narren in Langenargen. (Foto: andy heinrich)
Andy Heinich

Bei bestem Wetter haben am Sonntag unzählige Schaulustige sowie rund 4000 Hästräger und Musikkapellen Langenargen beim Fasnetsumzug in eine fröhliche Narrenhochburg verwandelt.

Bei bestem Wetter haben am Sonntag unzählige Schaulustige sowie rund 4000 Hästräger und Musikkapellen Langenargen beim Fasnetsumzug in eine fröhliche Narrenhochburg verwandelt. Zuvor spannten die Kressbronner Narren ihren „großen“ Bürgermeister Daniel „Enzi“ Enzensperger vor eine Eisenbahndraisine, um auf ihrem närrischen Schienenersatzverkehr rechtzeitig den Zunftmeisterempfang im ehrwürdigen Schloss Montfort nicht zu verpassen. Bereits am Samstagabend hieß es für die Mitglieder der Narrenzunft d’Dammglonker beim 65. Narrenbaumsetzen offiziell „Start frei“ zum Auftakt der schönsten Jahreszeit. Während Zunftmeister Harald Thierer und sein Zeremonienmeister Andi Wund mit zahlreichen Gästen und Programmpunkten durch den kurzweiligen Abend führten, stemmten die knackigen Jungs um Nobse Marquart und Jürgen Grandel gekonnt souverän die Schwalben unter den 15,10 Meter hohen und mit bunten Fähnchen geschmückten Narrenbaum. „Seit 65 Jahren spenden Hermann und Barbara Kugel dieses Symbol unserer heimischen Fasnet, in Länge reden wir von insgesamt einem Kilometer Narrenbaum, vielen Dank dafür“, freute sich Zunftmeister Harald Thierer, bevor die Täuflinge ihre Aufnahmeprozedur mit Bravour bewältigten.Beim Zunftmeisterempfang zeigten sich die Kressbronner Fasnetsfreunde in bestechender Hochform. Mit laufenden Bildern dokumentierten sie, wie dem Schienenersatzverkehr mit Hilfe einer Draisine eine ganz neue Bedeutung zukommt. Schließlich zog Kressbronns Schultes Daniel Enzensperger das Gleisgefährt samt hochrangiger Narrenvertreter mit seinem schier unbändigen Muskeleinsatz auf den Schienen von Kressbronn nach Langenargen. „Unser Schultheis ist nicht der Größte, hat dafür aber sehr viel ,Kraft’“, sagte der Narrenchef der Haidachgeister, Guido Eppler. „Sowieso-Allweilno!“ hieß es dann für den närrischen Lindwurm um 13.30 Uhr. 64 bunte Zünfte und Gruppen mit über 4000 Hästrägern und zahlreichen Musikkapellen zeigten während der zweieinhalb Stunden, wie schön die Fasnet sein kann. „Der neue Umzugsweg wurde durchweg positiv aufgenommen. Wenngleich es hier und da sicherlich noch die ein oder andere Optimierung für 2021 geben wird“, resümierte ein zufriedener Zunftmeister, Harald Thierer gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“.

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