Zwischen Blues, Soul und Sixties-Beat

Lesedauer: 4 Min
„Wir lieben und leben unsere Musik“: Frontmann Michael Arlt und Bandkollegen lassen es im ausverkauften Münzhof krachen.
„Wir lieben und leben unsere Musik“: Frontmann Michael Arlt und Bandkollegen lassen es im ausverkauften Münzhof krachen. (Foto: ah)
Freier Mitarbeiter

Mit einem mitreißenden Konzert haben die fünf Musiker von B.B. & The Blues Shacks am Mittwoch den Münzhof in einen schwäbischen Cavern Club verwandelt. Auch wenn die Bestuhlung zu einer musikalischen Veranstaltung dieser Art so überhaupt nicht passte, ließen es sich die begeisterten Zuhörer nicht nehmen, sich Soul und Blues zumindest zaghaft wippend oder tänzerisch hinzugeben.

„Wir lieben und leben unsere Musik, den traditionellen Blues, den Chicago-Blues mit allem, was dazugehört. Es ist schön, nach etwa 15 Jahren wieder in Langenargen spielen zu dürfen. Auch wenn die Stühle vor dem Bühnenbereich wirklich fehl am Platz sind“, sagte Frontmann Michael Arlt im Gespräch mit der der Schwäbischen Zeitung. Seit 29 Jahren stehen die Jungs von B.B. & The Blues Shacks mittlerweile auf der Bühne. Wenn die sympathischen Musiker Michael Arlt, Bruder Andreas Arlt, Fabian Fritz, Henning Hauerken und Andre Werkmeister mit ihren Instrumenten und ihrer energiegeladenen Darbietung loslegen, dann spürt man wortwörtlich den Geist und die Seele jener Musik, die von Größen, wie Willie Dixon, James Cotton, Jimmy Rogers oder auch Buddy Guy über Generationen hinweg weltweit geprägt wurde.

Die Band powert mit ihrer druckvollen Musik zwischen Blues, Soul und britischem Sixties-Beat, der direkt aus dem Liverpooler Cavern Club zu stammen scheint. „She is going to ruin you“ von T-Bone Walker, „You Know My Love“ (Otis Rush), Dave Edmunds Rock’n Roll Kracher „Deep In The Heart Of Texas“, aber auch „It’s Later Than You Think“ von Roy Milton waren beeindruckende Auszüge eines ungefähr zweistündigen Konzertes. Die Folge: Geschichten des Blues gelangten nicht nur euphonisch, sondern real gefühlt in die Herzen der Fans. „Unsere Musik hat eine Art Underdog-Charakter. Nur noch selten wird der Chicago-Blues in den Rundfunkanstalten gespielt. Wir sorgen dafür, dass dieser Rhythmus, diese Lyrik, vor allem aber dieses Lebensgefühl auch weiterhin in Erinnerung bleiben werden“, betonte Michael Arlt.

Kraftvoll und doch elegant

Dabei gehört der Sänger und Blues-Harp-Spieler der Band B.B. & The Blues Shacks längst zur ersten Liga europäischer Blues- und Soulsänger. Sein Bruder Andreas Arlt, bekannt für seine kraftvolle und doch elegante Spielweise, wird inzwischen als „Weltklasse-Gitarrist“ gehandelt. Derweil setzte Fabian Fritz am Klavier und an der Orgel gekonnt seine eigenen, harmonischen Akzente.

Henning Hauerken am Kontra- und E-Bass lieferte außerdem gemeinsam mit Schlagzeuger Andre Werkmeister den gewissen Drive und jenen Groove, den viele der ungefähr 200 Besucher im Langenargener Münzhof sicher gerne und noch länger in ihren Herzen mit nach Hause genommen haben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen