Wald- und Seekindergarten lässt sich feiern

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Schwäbische Zeitung
Renate Habermaas

Mitten im Grünen hat der Wald- und Seekindergarten sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Fest gefeiert. Nicht nur Kindergartenkinder mit ihren Eltern und Großeltern kamen zum Fest, sondern auch viele Besucher, die sich dieses Jubiläum nicht entgehen lassen wollten. „Für uns ist heute ein ganz besonderer Tag“, sagt Leiterin Karin Hanser zur Begrüßung und eröffnete so die Feier, bei der die Kinder mit ihren Erzieherinnen die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft in den Mittelpunkt stellten.

Dabei durfte das Lied „Feuer, Wasser, Erde, Luft brauchen wir zum Leben“ nicht fehlen, genauso wenig wie das Lagerfeuer. Die Kinder aus den Gruppen Elfen, Zwerge, Wichtel und Riesen gestalteten ihre Feier mit eigenen Beiträgen. „Wir sind immer draußen“, verriet Karin Hanser und erzählte zudem, dass die 20 Plätze des Kindergartens nicht nur im Jubiläumsjahr, sondern auch für das kommende Jahr voll besetzt sind. „Feuer haben wir hier immer, jeden Tag“, sagte sie und fügte hinzu, dass um die Lagerfeuer immer die Zusammenkünfte stattfänden.

Schaukeln, klettern, schnitzen

Während für das leibliche Wohl Salate und Burger angeboten wurden, entschieden manche Kinder, ihr Mittagessen am Lagerfeuer selbst zu bereiten, indem sie ihre Stockbrote ins Feuer hielten. Große und kleine Besucher nahmen am Fest teil und besonders den Kleinen wurde alles geboten, was sich ein Kind wünschen kann: Ponyreiten, Staffeleimalen, Schaukeln, Klettern, Schnitzen oder in der Hängematte herum hängen. Wer lieber im Sandkasten buddeln wollte, konnte das tun und eins von den Goldsteinchen herausholen, die die Erzieherinnen für diesen Ehrentag in den Sand versteckt hatten.

Eva, vier Jahre alt, freute sich über das Fest, zumal sie selbst ein Waldkindergartenkind ist. „Das Schönste ist das Klettern in den Bäumen“, sagte sie und fügte hinzu, dass sie viele Freunde im Kindergarten habe. Schon vor zehn Jahren hatte die Idee des Waldkindergartens einige Eltern begeistert, unter ihnen auch Torsten Karch, der sich entschied, bei der Gründung eines Vereins zur Unterstützung der Einrichtung mitzumachen. „Im ersten Jahr hatten sie kein Tippi, da mussten die Kinder bei Regen unter einem Baum mit dicken Blättern sitzen“, erinnerte er sich an die Anfänge.

Auch die ehemaligen Waldkindergartenkinder Lucie und Lea, zwölf Jahre alt, waren beim großen Tag dabei und erkundeten manche Spielstation. Sie erinnerten sich an ihre Kindergartenzeit, an den Sandkastendienst, bei dem sie die Sandspielsachen aufräumen mussten und an den Feuerdienst. Eine Sache blieb für beide Mädchen besonders in Erinnerung: die netten Erzieherinnen des Wald- und Seekindergartens.

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