Sonnige Generalprobe für die WM

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In Aktion: das Team der „Taifun“ von Skipper Serge Patry.
In Aktion: das Team der „Taifun“ von Skipper Serge Patry. (Foto: Olaf E. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Beim „Aguti Classic Cup“ sind am Samstag und Sonntag 39 Yachten gemeldet gewesen. Ausgehend vom „Racing Village“ im BMK-Yachthafen Langenargen, wo schon die meisten der so genannten „8mR“-Yachten für die Weltmeisterschaft bereit liegen, haben viele „Achter“ die Gelegenheit genutzt, sich mit dem sportlichen Ereignis auf die WM vorzubereiten.

Unter sommerlichen Bedingungen und bei leichten Winden aus westlicher Richtung konnten am Samstag immerhin drei Wettfahrten gesegelt werden. Am Sonntag kamen bei idealen Winden noch zwei Wettfahrten hinzu, allerdings ohne die Yacht von König Harald V. von Norwegen. Für Regattaleiter Rudi Magg vom veranstaltenden Langenargener Yacht Club Langenargen (YCL), der auch die „8mR“-Weltmeisterschaft leiten wird, und die Wettfahrtleiter Andreas Forschner und Hans Walter Jöckel mit ihrem Team war es quasi ein WM-Testlauf mit Variationen. Der Verein hatte drei Startgruppen zu managen: die „8mR“-Yachten als Startgruppe eins, die „75er“ und „45er“ als Gruppe zwei und die „30er Schärenkreuzer“ und die „L-Boote“ als Startgruppe drei.

Beeindruckende Vielfalt

Majestätisch zogen die Classic-Yachten ihre Bahnen, darunter auch die grüne „Sina“, die Yacht von König Harald V. von Norwegen, der mit der Bootsklasse sehr verbunden ist. Die königliche Yacht war Namensgeberin für eine Wertungsgruppe der „8mR“-Yachten. Der König selbst hat auch mit über 80 Jahren noch das Ruder in der Hand. Er verbingt ein paar Urlaubstage in Langenargen. Interessant ist die Vielfalt, die bei den „Achtern“ herrscht, sei es bei den Aufbauten, den Farben oder den Längen. Und sogar ein Zweimaster darf mitfahren. Viele Segelfarben – nicht nur bei den Spinnakern – und Rumpflackierungen sind zu sehen. Aus Norwegen, Schweden, Finnland, Brasilien, Schweden, Österreich, Schweiz und Deutschland sind die Boote gekommen. Die anderen Startgruppen mit ihrer klassisch-eleganten Erscheinung machen sich ebenfalls bestens auf dem See vor Langenargen.

„Es soll Spaß machen“

Weniger klassisch geht es am Samstagabend im und um das Festzelt im „Racing Village“ des BMK-Yachthafens bei der Seglerparty zu. „Miss Violin und DJ Eugen Neufeld“ spielen mit modernen Sounds auf, vor zahlreichen fröhlichen Seglern und Gästen. Gelassene Stimmung herrscht auf dem Wasser und auch beim Feiern.

Ein Tisch fällt durch einheitliche Crew-Kleidung auf. Dort sitzt die Französisch-Schweizer Mannschaft aus Genf von der First-Ruler-Yacht „Taifun“. Skipper Serge Patry erklärt im Gespräch, dass der Zusatz 1911 unter dem Schiffsnamen für das Einwasserungsjahr der „8mR“-Yacht steht. 1912 sei die „Taifun“ sogar bei den Olympischen Spielen siegreich gewesen. Nach den Ambitionen für den „Aguti Classic Cup“ und die Weltmeisterschaft befragt, betont Patry: „Wir sind zum Vergnügen hier, ganz klar, es soll Spaß machen. Und das sind für uns eben zehn Tage Urlaub am Bodensee samt Regatten.“

Wer den Pokal für den „Aguti Classic Cup“, den übrigens Sponsor und Aguti-Firmenchef Andreas Grieger und sein Designer Stefan Seidel kreiert und gefertigt haben, gewonnen hat, darüber wird die Schwäbische Zeitung in der Dienstagsausgabe berichten.

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