„So viele Teilnehmer hatten wir noch nie“

Lesedauer: 4 Min
Heute werden die Sternsinger in Langenargen ausgesendet, um mit gesegneter Kreide 20+C+M+B+19 (Christus Mansionem Benedicat – Ch
Heute werden die Sternsinger in Langenargen ausgesendet, um mit gesegneter Kreide 20+C+M+B+19 (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Türen der Bürger anzubringen und um Spenden für arme Kinder dieser Welt zu bitten. (Foto: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Überall in Deutschland werden derzeit festliche Königsgewänder genäht oder aus den Schränken geholt, edle Schleppen, goldene und silberne Kronen gebastelt, glitzernde Sterne auf Holzstangen befestigt und so allerlei schmucke Accessoires verarbeitet. So auch in Langenargen, wo ab heute bis 5. Januar 50 Kinder und Jugendliche als Sternsinger mit ihren Sammelbüchsen von Haus zu Haus gehen, um mit gesegneter Kreide den Spruch 20+C+M+B+19 (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Türen zu schreiben und somit den Neujahrssegen als ein Zeichen der Hoffnung aussprechen.

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ lautet das Leitwort der diesjährigen Aktion. Allein im vergangenen Jahr konnten die über 50000 Kinder in Baden-Württemberg rund 48,8 Millionen Euro sammeln, davon mehr als 13 000 Euro in Langenargen. „In diesem Jahr werden sich, aufgeteilt in zwölf Gruppen, 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 17 Jahren durch Langenargen und Bierkeller-Waldeck auf den Weg machen, um Christus Segen in die Häuser zu tragen. So viele Teilnehmer hatten wir noch nie“, freut sich Christine Schwarz vom Organisationsteam im Gespräch mit der SZ.

Bereits im November hätten die Sternsinger mit den Proben begonnen. Zudem gelte es laut Schwarz, das umfangreiche Informationsmaterial rechtzeitig zu bestellen, die Terminplanung zu setzen, Plakate aufzuhängen, Werbung zu machen, vor allem aber auch, die Kleidung aus dem Fundus in Stand zu halten: „Dabei können wir glücklicherweise auf einen großen Bestand an Messgewändern ebenso zurückgreifen, wie auf Gewänder, die unsere Regina Weigl liebevoll genäht hat.“ Ein wichtiger Teil der Vorbereitungen sei die Ausarbeitung der Wegstrecken, um keine doppelten Wege zu laufen. „Die einzelnen Gruppen machen sich, jeweils zwischen 14.30 und 18 Uhr, am Donnerstag nach Langenargen West und Bierkeller, am Freitag in die Ortsmitte und am Samstag nach Langenargen West auf den Weg“, sagt Christine Schwarz.

Nach den Besuchen bei den Bürgern steigt bei den engagierten Sternsingern die Spannung. Dann nämlich werden die verplombten Sammelbüchsen geöffnet und das Geld gezählt. „Freilich vergleichen die jeweiligen Gruppen ihre Ergebnisse. Am Ende aber zählt bei allen nur der Einsatz, der Wille und der Ehrgeiz, für die armen Kinder viel Spenden gesammelt zu haben. Am Tag der Aussendung sehen wir uns eine DVD über das Schwerpunktthema an, um zu begreifen, warum es anderen Kindern auf dieser Welt so schlecht geht, vor allem aber, wie wir mit unserer Arbeit deren Not lindern können“, betont die engagierte Mitorganisatorin.

Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, gibt es bei einer Eucharistiefeier in der katholischen Pfarrkirche St. Martin um 10.15 Uhr einen Empfang für die Sternsinger mit der Verkündung des Spendenergebnisses.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen