Seit 1250 Jahren schreibt Oberdorf Geschichte

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Mann sitzt vor einem großen Computerbildschirm
„Die Aufgabe hat mir großen Spaß gemacht“: Hermann Hauser hat die Redaktion der Geschichten über Oberdorf übernommen. (Foto: ela)
ela

164 Seiten ist es stark, und es wird ein richtiges Schmuckstück: Die erweiterte und stark überarbeitete Neuauflage des Bandes Nr. 2 der „Langenargener Geschichten“ über Oberdorf ist fast fertig. Am 21. November wird das Werk um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus der Öffentlichkeit präsentiert, und die Buchvorstellung wird sicherlich einer der Höhepunkte der 1250-Jahr-Feier „Heimattage Argental“. Redakteur Hermann Hauser hat vorab über die Arbeit an dem Buch erzählt und gezeigt, wie das gute Stück aussehen wird.

Angesprochen hatten Franz-Josef Dillmann und Karl Kraus den Redakteur des neuen Bandes schon vor zwei Jahren und ihn gefragt, ob er nicht Layout und Redaktion des Buches übernehmen wolle. Zusammen mit Birgit Kugel sind Dillmann und Kraus die Oberdorfer Mitglieder im Festkomitee der Heimattage und treibende Kraft der Aktivitäten in Oberdorf. „Die Aufgabe hat mich gereizt, auch um mal wieder kreativ tätig zu sein“, erzählt Hermann Hauser, der als pensionierter Schriftsetzermeister nicht nur eine langjährige Berufserfahrung, sondern auch eine ausgeprägte Liebe zur Typografie mitbringt. Hermann Hausers Bedingung war, dass er alleine arbeiten kann. „Ich hatte schon so viele Festschriften gestaltet, da wollte ich lieber autark sein“, sagt Hauser.

Gesagt, getan: Der bestehende Band von 1987 bildete die Grundlage. Zum einen sollte in der Neuauflage das Jubiläumsjahr mit seinen Veranstaltungen angemessen abgebildet und dokumentiert werden. Zum anderen sollten bereits bestehende Geschichten von allgemeiner Bedeutung aktualisiert werden. Einige der Beiträge der Erstausgabe waren so zeitlos, dass sie auch für die neue Ausgabe übernommen wurden, andere Beiträge, zum Beispiel über altes Handwerk, fanden den Weg in die Neuauflage nicht mehr.

Nachdem Hermann Hauser und die Oberdorfer Festmacher also festgelegt hatten, was ins neue Buch kommt und was nicht, trug der Redakteur die Beiträge zusammen, machte teilweise neue Fotos, legte das Layout fest und gestaltete nach und nach die 164 Seiten. „Ich war dankbar für den langen Vorlauf und wollte die Arbeit am Computer auch bei schlechtem Wetter erledigen können“, erzählt Hauser.

Das klappt vor allem zum Ende hin, als der Abgabetermin näher rückte, nicht immer, aber die Druckdaten gingen trotzdem zeitgerecht an die Langenargener Druckerei Müller. Wie viel Zeit er in das Buch gesteckt hat, weiß Hermann Hauser, der mehr als 30 Jahre lang die Redaktion des Montfort-Boten innehatte, nicht genau. Kalkuliert hatte er eine halbe Stunde pro Seite. „Das hat sicher nicht funktioniert“, meint er. „Aber die Aufgabe hat mir großen Spaß gemacht, und jetzt bin ich froh, dass das Buch fertig ist.“

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