Matchrace Germany: Wenig Wind vor Langenargen

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Vor der Flaute holte der Hamburger Max Gurgel seinen ersten Punkt gegen Patryk Zbroja.
Vor der Flaute holte der Hamburger Max Gurgel seinen ersten Punkt gegen Patryk Zbroja. (Foto: FOto: Göbner)
Volker Göbner

Abziehender Regen, abziehender Wind: Nur vier Durchgänge mit je drei Wettfahrten konnten am ersten Tag beim Matchrace Germany auf dem Bodensee vor Langenargen gesegelt werden. Dafür kann bereits ein Favoriten-Sturz verzeichnet werden.

Das Eröffnungsmatch wurde dem Sieger von 2016 zugelost: Karol Jablonski, der mit einer jungen Crew vom Bodensee segelt. Doch im Duell gegen Max Trippolt aus Bregenz waren die Heimvorteile auf Seiten der Österreicher. Der Pole mit America’s-Cup-Erfahrung verlor nicht nur dieses Match, sondern auch die beiden folgenden gegen Maxime Mesnil (Frankreich) und Dejan Presen (Slowenien). Sonst zeigte sich nach den ersten drei Flights am Donnerstagvormittag ein recht ausgeglichenes Feld. Vier Teams holten je zwei Siege in ihren drei Rennen: Neben Trippolt, Mesnil und Presen gelang dies auch Lukasz Wosinski (Polen).

Nach diesen drei Durchgängen wurden die Mannschaften gewechselt. Im nächsten Lauf konnte der Hamburger Max Gurgel gegen den Polen Patryk Zbroja einen leichten Vorteil beim Start erringen und kam an der Luvtonne als Erster an. Den Vorsprung ließ er sich nicht nehmen und holte seinen ersten Sieg. Der Hamburger grinste erleichtert, hatte er den Punkt doch gegen den Achten der Weltrangliste geholt.

Geradezu Welten lagen im Duell zwischen Titelverteidiger Eric Monnin (Schweiz) und dem Portugiesen Afonso Leite. Während Monnin zum zwölften Mal in Langenargen dabei ist, die großen Boote und das Revier kennt, konnte Leite bei schwächer werdendem Wind das acht Tonnen schwere Schiff bei Weitem nicht auf dem Speed des Gegners halten und kam erst Minuten nach Monnin ins Ziel.

Nach diesem Flight wurde der Wind immer weniger. Wettfahrtleiter Rudi Magg vom ausrichtenden Yacht-Club Langenargen musste immer wieder die Startvorbereitung abbrechen. Um 18 Uhr brach Rudi Magg das Warten ab. Freitag geht’s weiter.

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