Münzhof wird zum Salon von Zarah Leander

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 Die Französin Marie Giroux und der Kanadier Joseph Schnurr bieten am Mittwoch, 11. März, um 20 Uhr im Münzhof Langenargen mit i
Die Französin Marie Giroux und der Kanadier Joseph Schnurr bieten am Mittwoch, 11. März, um 20 Uhr im Münzhof Langenargen mit ihrer Begleiterin Jenny Schäuffelen eine Revue der UFA-Ära. (Foto: Laurence Chaperon)
Lindauer Zeitung

Die UfA-Film- und Musikindustrie und ihre schillernden Stars haben eine Epoche geprägt. Eine fröhliche und staatlich geförderte Kunst, die sich jedoch in einer dunklen Zeit entwickelt hat, so fein wie fies orchestriert von Joseph Goebbels, dem Nazi-Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Dem war bewusst, dass die Menschen von der täglichen Kriegshetze und Führer-Indoktrination Erholung brauchten, und dass unpolitische Unterhaltung dafür geeignet war. Musik-, Operetten- und Revuefilme erlebten so in den Dreißiger- und Vierzigerjahren einen Boom. Lilian Harvey und Willy Fritsch, Marika Rökk und Johannes Heesters, Hans Albers, Ilse Werner und Zarah Leander boten den Zuschauern Glanz und Glamour. Sie ließen sie ihre in Trümmer fallende Welt für wenige Stunden vergessen. Aber wie passt das zusammen? Kann echte Musik und Kunst unter Zensur entstehen?

Die Französin Marie Giroux und der Kanadier Joseph Schnurr bieten am Mittwoch, 11. März, um 20 Uhr im Münzhof Langenargen mit ihrer Begleiterin Jenny Schäuffelen eine charmante und nostalgische musikalische Revue der UfA-Ära und zeichnen das Porträt einer zwiespältigen Epoche. Willkommen im Salon von Zarah Leander.

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