Luft-Wasser-Rakete kann 40 Meter weit fliegen – und beeindruckt Jury

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Beim 54. Regionalwettbewerb Südwürttemberg „Jugend forscht“ demonstrieren Schüler der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule in Langenar
Beim 54. Regionalwettbewerb Südwürttemberg „Jugend forscht“ demonstrieren Schüler der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule in Langenargen unter anderem die Herstellung von „Geheimschriften“. (Foto: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Ihre Arbeiten im Rahmen der Aktion „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ haben die Schüler der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule in Langenargen (FAMS) in der Aula präsentiert. „Es ist sehr interessant und spannend, mit wie viel Ehrgeiz, Eifer und wissenschaftlichem Drang unsere Grundschüler ihre Aufgaben angehen, ausarbeiten und dokumentieren. Die Ergebnisse sind beeindruckend“, stellte Diplom-Biologin und Sekretärin der FAMS, Birgit Maurer, im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ stolz fest.

Seit 2011 nehmen die Schüler der FAMS mit einer kurzen Unterbrechung am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. 24 Viertklässler und somit die einzigen Grundschüler im Wettbewerb haben vor Kurzem am Regionalwettbewerb Südwürttemberg von „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ im Friedrichshafener Dornier-Museum teilgenommen.

Wie die FAMS-Projektleiterin und Betreuerin Birgit Maurer erklärte, sei es Ziel der Veranstaltung, die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik bei den jungen Menschen zu fördern: „Unsere Schüler arbeiten weitestgehend selbstständig planen, bauen, testen und protokollieren ihre Experimente und werten diese schließlich gemeinsam mit uns aus, um am Ende die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen. Im Anschluss werden die Projekte bei ,Jugend forscht’ eingereicht“, erläuterte Birgit Maurer. Überhaupt sei man dieses Jahr von der Jury ob der systematischen Vorgehensweise der Nachwuchsforscher sehr gelobt worden. Besonders gefallen habe der Kommission der Bau einer Luft-Wasser-Rakete, die bis zu 40 Meter weit fliegen kann. Die Begrenzung und Berechnung des notwendigen Druckes für die Flugstrecke, die Ausarbeitung der Aerodynamik des Flugobjektes und die Menge des Wassers im Zusammenspiel mit besagtem Druck waren nur einige Herausforderungen, mit denen sich die FAMS-Forscher auseinandersetzen mussten.

Aber auch andere Versuchsreihen, wie der Bau eines perfekten Papierfliegers, das Züchten von Kristallen, die Herstellung von Natur-Plastikfolien, der Eigenbau von Batterien oder die Entwicklung von Geheimschriften und tragfähigen Brücken aus Papier seien laut Maurer ein imposanter Beleg dafür, wie engagiert und erfolgreich an der FAMS experimentiert und geforscht werde. Bei allem Ehrgeiz sei es aber auch wichtig, nicht zwingend die ersten Preise im Visier zu haben, sondern die Tatsache, dass man mit Begeisterung etwas schaffe, etwas im Team leiste. „Am Ende durften wir uns über zwei hervorragende zweite Plätze, einen dritten sowie einen Sonderpreis für Nachhaltigkeit freuen.“

Bürgermeister Krafft, Hauptamtsleiter Klaus-Peter Bitzer sowie einige Gemeinderäte, die sich die Präsentation nicht nehmen ließen, zeigten sich beeindruckt: „Wir dürfen auf den Forscherdrang unserer jüngsten Bürger stolz sein. Dazu gehören natürlich engagierte Menschen wie Birgit und Leon Maurer und Andrea Ruf, die mit viel Herzblut dabei sind und mit ihrem Wissen einen enormen Impuls für unsere Schule setzen“, lobte Krafft.

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