Langenargener Eisstockschützen sind deutscher Meister

Das Siegerteam (von li.): Bruno Morandell, Raffael Tomasi, Marcel Porst und Christian Späthe.
Das Siegerteam (von li.): Bruno Morandell, Raffael Tomasi, Marcel Porst und Christian Späthe. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Die Eisstockschützen des ESC Langenargen haben die deutschen Meisterschaften mit einem Paukenschlag beendet. Im Mannschaftszielschießen auf den Sommerbahnen im niederbayerischen Straßkirchen schaffte das ESC-Team um Christian Späthe, Marcel Porst, Raffael Tomasi und Bruno Morandell einen laut Verein „sensationellen Sieg“ gegen das favorisierte bayerische Auswahlteam und besiegelte damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Mit seiner Leistung hat der ESC damit eine jahrelange Dominanz gebrochen. „Im Zielschießwettbewerb, bei dem die besten vier Spieler einer Region ein Team bilden, stellt das bayerische Auswahlteam der Region Süd traditionell den Sieger“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Das war die Ausgangslage vor dem Wettkampf, aber diesmal lief es nicht wie sonst auch. Die Region Südwest (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) siegte und sorgte damit für einen echten Coup, der sich schon zu Beginn anbahnte. Späthe eröffnete mit dem Maßen in die mittleren Ringe, legte mit 94 Punkten gut vor und nahm den parallel auf der Nebenbahn kämpfenden Bayern gleich mal acht Punkte ab. Im zweiten Block (Schießen) glänzte Porst mit 110 von 120 möglichen Punkten, baute den Vorsprung auf 26 Punkte aus. Tomasi konnte anschließend beim Maßen in die hinteren Ringe den Abstand halten und Bruno Morandell baute abschließend beim Kombinationsschießen den Vorsprung gar noch auf herausragende 42 Punkte aus. Damit war für die Spieler vom ESC Langenargen die Sensation perfekt: Gold für Südwest (328 Punkte), Silber für Bayern (286 Punkte) und Bronze für die Region West (154 Punkte).

Novum bei der deutschen Meisterschaft

Es war ein grandioser Abschluss der deutschen Meisterschaften für den ESC Langenargen, der sich für die Wettkämpfe als Sieger der Bundesliga Südwest im Juli qualifizierte. Vor ihrem Erfolg im Mannschaftszielschießen traten die Langenargener Eisstockschützen im Einzelzielschießen für die Region Südwest an. Ein Novum, das auch Bundestrainer Roland Fischl überraschte: „Das gab’s noch nie bei einer deutschen Meisterschaft, dass die vier besten Spieler einer Region vom selben Verein kommen“, meinte Fischl. Am besten schnitt Porst ab. Er rettete sich mit dem letzten Schuss ins Finale und gewann dort Bronze. Späthe und Tomasi verpassten mit Rang acht und neun den Einzug in die Finalrunde nur knapp, Morandell wurde 14. von 21 Teilnehmern.

Die deutschen Meisterschaften in der Gäubodenhalle in Straßkirchen, die am ersten Oktoberwochenende ausgetragen wurden, begannen mit dem Mannschaftswettbewerb. Der ESC rechnete sich Chancen auf eine Top-Platzierung aus, und zunächst lief es für Mannschaftsführer Tomasi, Philipp Fritsch, Späthe, Porst und Morandell auch zehn Spiele hintereinander hervorragend. Dann aber gab es einen Patzer im letzten Schuss gegen den neuen deutschen Meister vom TSV Peiting. Langenargen kam aus dem Tritt und fiel in dem engen Klassement vom zweiten auf den achten Platz.

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