Kushtrim Mahmuti geht auf den nächsten Titel los

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Das Boxteam Langenargen mit seinen Trainern Thomas Schuler, Valeri Quade und Ümit Bekeler (Bildmitte) sowie Kushtrim Mahmuti (l
Das Boxteam Langenargen mit seinen Trainern Thomas Schuler, Valeri Quade und Ümit Bekeler (Bildmitte) sowie Kushtrim Mahmuti (links), Stefan Schöttler, Urim Veseli und Secho Ayküz ist bereit. (Foto: ded)
Jochen Dedeleit

Kushtrim Mahmuti vom Boxteam Langenargen kann sich ab heute bei den baden-württembergischen Boxmeisterschaften der Männer und Frauen in den Leistungsklassen A, B und C in Schriesheim den dritten Titel in Folge sichern. Das Aushängeschild der Langenargener tritt erneut im äußerst stark besetzten Weltergewicht an.

Außer dem DM-Fünften sind es nur noch die Teamkollegen Stefan Schöttler im Superschwergewicht und Halbweltergewichtler Urim Veseli sowie Einzelkämpfer Rasul Rasuli vom VfB Friedrichshafen , die die Vereine aus der hiesigen Region vertreten. „Der Boxsport hier unten ist doch tot“, entfuhr es einem geschockten Thomas Schuler, als er erfuhr, wie wenige Boxer vom Bodensee und aus Oberschwaben an den Landestitelkämpfen teilnehmen.

Champ Boxing Ravensburg mit seinem Häfler Trainer Giovanni Saravo verzichtet komplett. Selbst die vor rund zehn Jahren höchst erfolgreichen Boxclubs aus Wangen und Singen waren zuletzt nur mit dem einen oder andere Neuling im Einsatz.

Kushtrim Mahmuti wiederum ist enttäuscht, dass sein Bruder Shpejtim nicht bei den Meisterschaften startet. „Dann wäre unser Team noch stärker.“

Auf den vierfachen Landesmeister warten im Weltergewicht die voraussichtlich meisten Teilnehmer – und mit den letztjährigen Kontrahenten Christof Wunn (Karlsruhe) oder dem mehrfachen baden-württembergischen Meister im Halbweltergewicht, Hakan Tosun aus Weinheim, schwere Brocken. „Die Trainer arbeiten immer intensiv mit mir. Dass die spezielle Vorbereitung auf einen bestimmten Gegner nicht stattfindet, ist nicht tragisch“, sagt Mahmuti, der vor seiner Hochzeit in Kürze seinen 25. Geburtstag feiert.

Über das Ziel „fünfter Titel insgesamt“ oder dem dritten in Folge steht jedoch eindeutig die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften, die der ehemalige U21-DM-Dritte in seiner Karriere unbedingt noch gewinnen wolle. 54 Siege in 65 Kämpfen stehen bei dem Ex-Bundesligaboxer, zu Buche.

Kaibach als Kampfrichter dabei

Auf einen Einsatz in Schriesheim hofft unterdessen Zwei-Meter-Hüne Stefan Schöttel, der im Superschwergewicht erfahrungsgemäß seltener Gegner vorfindet. Der 107-Kilo-Koloss steht bisher bei sechs Kämpfen (und zwei Siegen), viel Zeit hat der 39-Jährige im olympischen Boxen nicht mehr. Bis Mai nächsten Jahres darf der Westfale noch aktiv am Geschehen teilhaben.

Ein paar Jahre mehr hat Halbweltergewichtler Urim Veseli noch, der 30-Jährige ist ein möglicher Kontrahent des Mannes vom VfB Friedrichshafen. Der gleichaltrige Afghane Rasul Rasuli – als zweimaliger C-Landesmeister sechsmal siegreich in neun Kämpfen – wird von Rafael Sfischi betreut. Und VfB-Abteilungsleiter Klaus Kaibach wird in seiner Funktion als Kampfrichterobmann in Schriesheim tätig sein.

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