Kälte tut der Winterneujahrsfeier keinen Abbruch

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Im festlich geschmückten Garten des Hospitals zum hl. Geist in Langenargen, lauschen zahlreichen Bewohner warm eingepackt, der Leiterin der Sozialbetreuung, Jutta Geiger. (Foto: Rudi Schmid-Geiger)
Schwäbische Zeitung

Gitarren- und Querflötenmusik, Lieder, Geschichten, Feuerwerk und Feuerspucken – dies sind die Zutaten bei der Winterneujahrsfeier im Altenheim in Langenargen gewesen. „Dieses Jahr 2020 werden wir mal anders beginnen, ich lade sie alle ein, das neue Jahr draußen beim Christbaum zu begrüßen“, so die Leiterin der Sozialbetreuung, Jutta Geiger, und lud die Bewohner des Altenheims „Hospital zum hl. Geist“ ein, gemeinsam im Garten direkt am Bodenseeufer das neue Jahr zu begrüßen, heißt es in einem Pressebericht.

Dick eingepackt saßen dann mehr 20, also fast die Hälfte aller Bewohner, zum Teil mit ihren Angehörigen, in ihren Rollstühlen vor dem offenen Winterfeuer und dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Mit dabei war auch die mit 100 Jahren älteste Bewohnerin des Seniorenheims. „So 'was hab ich mir schon lange gewünscht und das lass ich mir jetzt nicht entgehen, auch wenn’s ein bisschen kalt ist“, sagte sie. Zahlreiche Bewohner, für die es zu anstrengend war, in den Garten zu kommen, sahen aus ihren Fenstern dem Treiben zu, ist dem Bericht weiter zu entnehmen. Bei Glühpunsch und Schmalzbrot lauschten sie, Regina Mack an der Querflöte und Rudi Schmid-Geiger, die Weihnachts- und Winterlieder vortrugen. „Die kennen wir alle noch sehr gut, die haben wir auch bei uns zu Hause gesungen“, freute sich eine Bewohnerin und sang fröhlich mit.

Im Schein der Wunderkerzen, die zahlreich im Christbaum hingen, trug Jutta Geiger eine Weihnachtsgeschichte vor, die manch’ Schmunzeln bei den Zuhörern verursachte, da es sich bei der Geschichte um ein aufgeweichtes Weihnachtsgebäck drehte, das am Ende die Oma zum Essen bekam. Viele „Ahs“ und „Ohs“ gab es beim Bodenfeuerwerk, durch dass das neue Jahr offiziell im Altenheim begrüßt wurde. Nun kam der Höhepunkt des Abends: Rudi Schmid-Geiger zeigte eine Show als Feuerschlucker und Feuerspucker. Meterhoch schlug die Feuerflamme aus dem Mund in den Nachthimmel und erleuchtete so den Garten des Altenheims, heißt es in dem Pressebericht weiter. „Ist das nicht gefährlich, das sieht ja fast wie beim Feuerwerk aus“, so eine etwas ängstliche, aber sichtlich begeisterte Bewohnerin.

Mit Flöten- und Gitarrenklängen und vielen kalten aber lächelnden Gesichtern endete der Abend im Garten des Altenheims. Doch bevor es zurück ins Warme ging, fasste eine sichtlich ergriffene Bewohnerin zusammen: „Das wir heute Abend bei dem großen Feuer draußen waren, in unserem schönen beleuchteten Garten und dann so schöne Musik und das Feuerwerk erleben durften, das war einfach schön! Ich möchte für alle hier draußen einfach Dank sagen an alle, die uns das ermöglicht haben.“ Und obwohl die Finger schon etwas kalt geworden waren, gab es dafür viel Applaus.

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