HSG Langenargen-Tettnang verschenkt Sieg

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 Steuerte, wie schon eine Woche zuvor gegen Lindau (Bild), vier Tore zum 23:23-Unentschieden der HSG Langenargen-Tettnang gegen
Steuerte, wie schon eine Woche zuvor gegen Lindau (Bild), vier Tore zum 23:23-Unentschieden der HSG Langenargen-Tettnang gegen Vöhringen bei: Lukas Braunger (am Ball). (Foto: Alexander Hoth)
Jan Georg Plavec

Trotz einer 23:20-Führung drei Minuten vor Schluss haben die Bezirksklasse-Handballer der HSG Langenargen-Tettnang am Samstag keinen Sieg aus Vöhringen mit nach Hause gebracht, sondern nur ein 23:23-Unentschieden. „Man darf in so einer Situation schon gewinnen“, sagte tags darauf der HSG-Trainer Clemens Balle. Aber es hat eben nicht sein sollen – und dafür gibt es Gründe.

Über die gesamte Spielzeit „hätte ich uns schon als die bessere Mannschaft gesehen“, so Balle. Allerdings hatte sein Team neben zahlreichen guten auch immer wieder einige schwächere Phasen. Gerade als es aussah, als ob man Mittel und Wege gegen die massive Vöhringer 6-0-Abwehr gefunden hätte, lief es nicht so gut. Langenargen-Tettnang hatte auch Mühe mit den teils bulligen Gästeangreifern – und, laut Trainer Balle das Hauptproblem, „meine Spieler machen sich zu viele Gedanken“. Beim Torabschluss und in Stresssituationen sei das Team derzeit nicht souverän genug, nehme unnötige Würfe und mache Leichtsinnsfehler. Zu diesen Phasen zählen auch die allerletzten Spielminuten in Vöhringen, während derer die HSG den Sieg verschenkt hat.

Dass in einer laut Clemens Balle kleinlich gepfiffenen Partie die Handball-Spielgemeinschaft vom Bodensee mit Alexander Merath zehn Minuten vor Spielende eine wichtige Stütze nach der dritten Zeitstrafe verlor, half nicht unbedingt weiter. Auch die Gastgeber litten unter zahlreichen Hinausstellungen. „Aber wir hatten in der entscheidenden Phase schon eine sehr junge Truppe auf dem Feld“, so Balle.

Dennoch will er keine Trübsal blasen. Die HSG hat ja immerhin einen Auswärtspunkt geholt und ihre spielerische Qualität auch in Vöhringen erneut unter Beweis gestellt. Stellenweise lief es auch in der Abwehr hervorragend. „Wenn wir dieses Niveau mal 60 Minuten lang halten, tut sich jeder Gegner schwer“, ist Clemens Balle überzeugt. Derzeit suche die HSG ihre Leichtigkeit im Spiel wiederzuerlangen. „Das ist eine Phase, da müssen wir durch und weitermachen.“

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