Gute Zutaten sind ein Muss

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Ein bisschen Bar, eine Ecke Lounge und ein Restaurant mit ausgewählten Zutaten auf der Karte – das ist das Konzept vom „Bach“ in Langenargen. Betreiber Jürgen Geilenkirchen hat alles selbst entwickelt – vom Interieur bis hin zur Karte. „Mir ist es wichtig, dass mir die Gerichte auch selbst schmecken“, sagt Geilenkirchen.

Deshalb hat der Hobbykoch seine Küchen-Crew kurzerhand selbst angelernt und entwickelt alle Teller gemeinsam mit seiner Köchin, die thailändische Wurzeln hat. Diese Einflüsse spiegeln sich auch auf der Karte wider. „Im Winter bieten wir eine spezielle Thai-Suppe an, die bei den Gästen sehr gut ankommt. Viele fragen sogar in den Sommermonaten danach“, sagt er. Ansonsten gibt es im Bach Gerichte mit mediterranen Einflüssen wie Pasta, Fleisch- und Fischgerichte, aber auch den eigenen Bach-Wurstsalat. „Besonders beliebt ist bei uns der Tintenfisch mit einer speziellen Marinade“, sagt Geilenkirchen. Der stehe seit einiger Zeit auf der Karte. „Die Leute kommen von weiter her, nur um unseren Tintenfisch zu essen“, sagt der 63-Jährige.

Woher er den Fisch bekommt verrät er nicht. Dafür aber, dass seine Steaks aus Argentinien stammen. Aber auch Produkte aus der Region bietet er an. So wie den Zander, der aus dem Bodensee kommt. „Mir ist gute Qualität einfach wichtig“, sagt er. Deshalb steht Geilenkirchen auch regelmäßig selbst in der Küche. Er ist für den Mittagstisch in seinem Lokal zuständig, an dem er jeden Tag unter der Woche ein Gericht mit Fleisch oder Fisch sowie ein vegetarisches Gericht anbietet. Dabei sind ihm Kleinigkeiten wichtig. „Ich koche gerne mit frischen Kräutern und auch mit Zutaten wie frischem Ingwer oder Kurkuma“, sagt er. Auch wenn sein Part der Mittagstisch ist, kocht er auch abends hin und wieder.

Fünfmal abgesagt

Mittlerweile gibt es das Bach seit 13 Jahren in der Fabrik am See. Dort ist die Mischung aus Bar, Lounge und Restaurant in einem ehemaligen Lagerraum untergebracht. „Mir ist der Laden mehrfach angeboten worden, aber ich habe erst mal fünfmal abgesagt, mich dann aber doch dafür entschieden“, sagt er. „Der Laden hat einfach was.“ Rund zwei Monate hat der Langenargener das ehemalige Lager zu seinem Lokal umgebaut. „Ich habe die Idee gehabt eine Empore in den Laden zu bauen, sodass einige Tisch erhöht stehen“, sagt er. Die Decke, an der mächtige Holzbalken sichtbar sind, hat er ebenfalls selbst freigelegt. Ihm war es wichtig, einen Laden zu eröffnen, der ein modernes Gastronomiekonzept hat.

Quereinstieg in Gastro-Szene

Der 63-Jährige kommt eigentlich nicht aus der Gastronomie. Er hat Offsetdrucker gelernt. Doch dann hat er mit seiner damaligen Ehefrau ein kleines Hotel geführt und anschließend mit einem Partner das Bäumle in Tettnang. Dann eröffnete er das „Bach“. „Meine Idee war es immer, einen Laden wie diesen zu eröffnen und mein Konzept geht auf“, sagt er. Alle sieben Jahre, so schätzt er, entsteht trotzdem etwas Neues in seinem Bach. „Zuletzt habe ich den Lounge-Bereich erneuert“, sagt er. Die rote Ecke musste modernen Ledercouches weichen. Für Geilenkirchen ist eines wichtig: „Ich möchte, dass sich die Leute bei mir wohlfühlen“, sagt er.

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