Grüne Räte auf Rundgang durchs „Städtle“

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Verschaffen sich ein Bild vom „Gesicht Langenargens: die Mitglieder der OGL.
Verschaffen sich ein Bild vom „Gesicht Langenargens: die Mitglieder der OGL. (Foto: OGL)
Schwäbische Zeitung

Die Gemeinderäte und kandidaten der Offenen Grünen Liste (OGL) Langenargen haben sich auf die Suche nach „dem Gesicht“ Langenargens gemacht und ortstypische und orientierungsstiftende Bauweisen untersucht. Geführt wurden die Kommunalpolitiker von Andreas Fuchs, wie die OGL mitteilt.

Der Rundgang begann am Schloss Montfort, auf einer früheren Insel, die für die weitere Entwicklung Langenargens eine bedeutende Rolle gespielt hatte. Im östlichen Windschatten dieser Insel lasse sich bereits seit dem zwölften Jahrhundert eine „Schiffslände“ nachweisen. Aus diesem Grund hätten die Grafen von Montfort dort um 1450 eine „Neue Mitte“ angelegt, das „Städtle“. Sie errichteten ein neues Ortszentrum, welches zudem näher an ihrer Burg lag als die Keimzelle Langenargens beim Friedhof. Die im 18. Jahrhundert errichteten Barockbauten prägten sodann das unverwechselbare „Gesicht“ Langenargens und somit seinen Wiedererkennungswert. Allerdings seien sowohl am Marktplatz als auch darüber hinaus verschiedene Baustile vorhanden,. Um die Charakteristik des Ortsbildes zu erfassen, wäre es laut OGL notwendig, auch die Bewohner in solche Betrachtungen miteinzubeziehen. Erst durch bürgerschaftliches Engagement zur Erhaltung des barocken Pfarrhauses in den 1970er-Jahren sei es gelungen, den Charme des Ortes zu bewahren. Nach dem Abriss des „Roten Hauses“ und einer geplanten „modernen“ Hochhaussiedlung am Mühlkanal habe derselbe eine existenzielle Gefährdung erfahren. Ein darauffolgender baupolitischer Paradigmenwechsel in Langenargen hätte sodann eine Bauleitplanung hervorgebracht, welche auf stilistischen Grundsätzen beruhe. Wenn man diese beachte und nicht abschwäche, könne es gelingen, Langenargen und vor allem den Marktplatz als das zu erhalten, wie ihn die Kunsthistorikerin Eva Moser einmal beschrieben habe: Als einen der „schönsten Platzräume am nördlichen Bodenseeufer.“

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