Grüne Liste will Ort sensibel entwickeln

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Landschaftsarchitekt Johann Senner (Mitte) spricht sich auf einem Spaziergang mit Kandidaten und Gästen der Offenen Grünen Liste
Landschaftsarchitekt Johann Senner (Mitte) spricht sich auf einem Spaziergang mit Kandidaten und Gästen der Offenen Grünen Liste dafür aus, freie Blickachsen vom Ort auf den See zu schaffen. (Foto: OGL)
Schwäbische Zeitung

Den „Barfuß-Park“ auf der Seewiese am DLRG-Gelände hat Landschaftsarchitekt Johann Senner vor mehr als zehn Jahren entwickelt. Deshalb wollte der Grünexperte laut Pressebericht auch den gemeinsamen Langenargen-Spaziergang mit den Kandidaten der Offenen Grünen Liste genau dort starten.

Mehr als 30 Spaziergänger begleiteten Johann Senner auf seiner gut zweistündigen Exkursion am Bodensee-Ufer entlang bis zur Langenargener Promenade, heißt es. Immer wieder verbunden mit kurzen Zwischenstopps, bei denen der Landschaftsplaner aus Überlingen den Blick der ihn begleitenden Gruppe geschärft und das Grün und die Landschaftsplanung unter die Lupe genommen habe.

Wie die Offene Grüne Liste mitteilt, war er mit dem heutigen Zustand seines Barfuß-Parks nicht ganz einverstanden: „Solche Projekte müssen gepflegt und betreut werden“, meinte Senner, der selbst zu allen Jahreszeiten barfuß in Sandalen unterwegs sei. Er gab dem Bericht zufolge Einblicke in die Geologie der Bodenseelandschaft sowie interressantes Wissen zur Vegetation.

„Es ist hier in Langenargen schon dramatisch schön“, sagte Johann Senner laut Liste auf dem Weg durch den Ort. Dennoch gelte es, den Kulturschatz Natur sensibel zu betrachten und die Eingriffe möglichst gering zu halten. Er habe sich unbedingt für ein „übergeordnetes Konzept“ ausgesprochen, das die Gemeinde vom westlichen Ende Langenargens bis zur Promenade hin entwickeln müsse. Freie Blickachsen zu schaffen vom Ort auf den See, sei einfach wichtig. Durch verschiedene Baumaßnahmen der letzten Zeit seien diese Blickachsen bereits unterbrochen.

In den Ufer- anlagen sehe er mit Bäumen und Blumenrabatten ein „buntes Allerlei, hier wächst eher eine zufällige Planung“. Ein Gesamtkonzept sei nicht zu erkennen. Über Wettbewerbe oder Workshops könne das Potenzial besser entwickelt werden, meinte der Grünexperte.

Auf das Privileg, in einer so schönen Gegend zu wohnen, wies Christine Köhle, eine der 18 Kandidaten der Offenen Grünen Liste, laut Bericht eingangs hin: „Der See, die Alpen, das Ufer... Aber manchmal lenkt dieser Blick auch davon ab, dass am Ufer, im Ort mit der Grünplanung nicht alles so verläuft, wie wir es uns wünschen.“ Die Liste wolle sich für eine sensible Weiterentwicklung des Ortes und der Grünplanung einsetzen. Veränderungen an der Uferpromenade, die Neugestaltung von Plätzen, die geplante Umnutzung von geschütztem Grünbereich zum Wohngebiet oder der Umgang mit dem Baumbestand habe zuletzt zu heftigen Diskussionen geführt.

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