Funkenfeuer: Sturmböen bereiten Probleme

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Starker, böiger Wind sorgt beim Funken in Langenargen für ein feuriges Spektakel der besonderen Art.
Starker, böiger Wind sorgt beim Funken in Langenargen für ein feuriges Spektakel der besonderen Art. (Foto: Fotos: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Auf gleich zwei wortwörtlich stürmische Veranstaltungen haben am Samstag neben weiteren die Gemeinden Eriskirch, Kressbronn und Langenargen zurückblicken dürfen. Beim Abbrennen der Funken sorgte der starke Wind mit gefährlichen, ständig drehenden Böen für nicht einfache Verhältnisse. Bereits um 16 Uhr durften sich in Eriskirch die jüngsten Besucher auf ihren Kinderfunken freuen, den die heimische Funkengesellschaft auf dem Platz neben der Schussenbrücke bereits zum zweiten Mal nach 2018 organisiert hat.

„Wir werden abwarten und kurzfristig entscheiden, ob wir den Funken anzünden werden. Die Sicherheit geht vor, wir sind aber guter Dinge“, sagte der Präsident des Narrenvereins Griesebigger Kressbronn, Jörg Matthäus, gegenüber der Schwäbischen Zeitung. Tatsächlich blickten auch die Mitglieder der Eriskircher Funkengesellschaft mit besorgter Miene gen Himmel: „Wir haben viele Stunden in den Aufbau dieses traditionellen Winterfeuers investiert. Es wäre schade, wenn wir absagen müssten“, meinte Organisationsmitglied Josef Eberle gegenüber der Schwäbischen Zeitung am Samstagnachmittag.

Doch am Ende verlief alles gut und die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden, auch, weil der Kinderfunken erneut viel Anklang bei den Kleinen fand. „Es macht richtig Spaß, den Kinderfunken mit Tannenzweigen, Obstkisten und Holz zu bestücken, wir haben alle sehr viel Freude dabei“, sagte der neunjährige Dennis Haupt freudestrahlend, bevor er mit großen Augen, aber auch einer gehörigen Portion Respekt ob der ständigen Böen und der enormen Rauchentwicklung das Feuer des Kinderfunkens anstarrte.

Brandrisiko minimieren

Auch die Kameraden der Feuerwehr Langenargen als Veranstalter des Funkens an der Malerecke durften sich freuen: Nachdem das Event im vergangenen Jahr aufgrund des Wasserstandes abgesagt werden musste, strömten am Samstagabend zahlreiche Schaulustige an den idyllischen Platz direkt am Bodenseeufer, um das Abbrennen des großen Freudenfeuers mitzuverfolgen. Um das Risiko eines aufkommenden Brandes im Umkreis aufgrund der Böen zu minimieren, sorgten während des heißen Spektakels die engagierte Feuerwehr mit Löschgeräten dafür, dass die Bäume und Sträucher mit reichlich Wasser benetzt wurden. Zu den Klängen der Musikanten der Musikschule und bei wärmendem Glühwein verweilten die Besucher bis in die späten Abendstunden: „Wir genießen die Atmosphäre an diesem wunderschönen Platz und freuen uns, dass der Funken in diesem Jahr stattfinden kann“, meinten die Besucher Benny und Carina kurz nachdem die mächtigen Flammen bedrohlich aber faszinierend gen Himmel schlugen.

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