Freie Wähler sitzen seit 100 Jahren im Gemeinderat

Lesedauer: 2 Min
Schwäbische Zeitung

Wie Recherchen der Freien Wähler in der ortsgeschichtlichen Literatur ergaben, hat die Freie Wählervereinigung Langenargen (FWV) erstmals im Mai 1919 und somit vor 100 Jahren für den Gemeinderat kandidiert. Interessanterweise stand auf der damaligen FWV-Liste, die am 11. Mai 1919 für die Gemeinderatswahl am 26. Mai 1919 aufgestellt wurde, auf Platz 6 Erhard Bücheler, Postunterbeamter aus Langenargen. Dabei handelte es sich um den Großvater des späteren FWV-Gemeinderats Erhard Bücheler, der von 1971 bis 1994 diesem Gremium angehörte. Gewählt wurde Schiffsmeister Adolf Wocher, der somit als erster FWV-Vertreter ins Kommunalparlament einzog, teilt die FWV mit.

In den Jahren 1928 und 1931 firmierten die Langenargener Sozialdemokraten unter der Bezeichnung FWV. Von 1948 bis 1965 waren es CDU-Mitglieder, die sich unter dieser Listenbezeichnung zusammenfanden, da nach Parteien bezeichnete Wahlvorschläge seinerzeit in Langenargen nicht üblich gewesen sind.

Zur Gemeinderatswahl 1968 gründete sich die Freie Wählervereinigung im heutigen Sinne, war aber vorwiegend mit Kandidaten aus dem Ortsteil-Bierkeller-Waldeck besetzt, um diesen Ortsteil im Gemeinderat angemessen repräsentieren zu können.

Gemeinsam haben Erhard Bücheler, langjähriger Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter, Joachim Zodel, derzeitiger erster stellvertretender Bürgermeister, und der Fraktionsvorsitzende der FWV im Gemeinderat, Hans-Günther Moser, die aufgefundenen Dokumente begutachtet. Sofern ausreichend Material über diese Zeit zusammengetragen werden kann, soll im Rathaus eine Ausstellung über die Freie Wählervereinigung Langenargen erfolgen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen