Übung macht den Meister: Die Langenargener Grundschule hat bereits digitale Medien im Einsatz – und will mit der technischen Ent
Übung macht den Meister: Die Langenargener Grundschule hat bereits digitale Medien im Einsatz – und will mit der technischen Entwicklung auch weiterhin Schritt halten. (Foto: ah)
Freier Mitarbeiter

Bei einer Enthaltung (Silke Falch, Grüne) hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung seine Unterstützung für das neue Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ zugesagt. Dazu soll die Gemeinde als Träger der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule (FAMS) eine besonders attraktive Schulausstattung vorhalten. Rektorin Uta Maria Veit stellte in der Sitzung einen internen Medienentwicklungsplan vor, der als Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln beim Bund beziehungsweise beim Land gilt.

Die FAMS gilt in der Region als einer der Vorreiter in Sachen digitaler Unterrichtsgestaltung. Wie Bürgermeister Achim Krafft erläuterte, habe man vor geraumer Zeit die Initiative ergriffen, und die digitalen Medien der Schule entsprechend geplant. So stünden den Lehrkräften und Schülern bereits heute neben Computern vier Medienwagen mit Beamer, Apple-Airport, Apple TV und Drucker ebenso zur Verfügung, wie zwei iPad-Koffer mit 16 iPad Air-Geräten, zwei iPad-Koffer mit 20 iPad 2018, 13 Lehrer-iPads sowie eine Vielzahl an Lern- und Bildungsapps zur Verfügung. „Die Gemeinderäte konnten sich bei einem Vorort-Termin an der FAMS selbst im Unterricht vom Einsatz der iPads beeindruckend überzeugen. „Aktuell stehen wir im Bereich der Grundschulen an der Spitze der digitalen Bewegung“, betonte Krafft.

„Laptops nicht geeignet“

Für den Bürgermeister ist es wichtig, dass man an der FAMS auch weiterhin mit den technischen Entwicklungen Schritt hält, neue Gerätschaften beschafft und das Personal darauf schult: „Hier denken wir unter anderem an den Einsatz von digitalen Smartboards wie auch mittelfristig an die Vernetzung der Klassenzimmer sowie den Aufbau von WLANs“. Uta Maria Veit erklärte, dass man mit dem Medienentwicklungsplan und dem Schulcurriculum wichtige Voraussetzungen geschaffen habe, um entsprechende Mittel aus dem „Digitalpakt Schule“ beantragen zu können. Die Rektorin bekräftigte dabei, dass man sich der digitalen Entwicklung nicht verschließen und diese genau beobachten werde.

Silke Falch von den Grünen dagegen sah die Nutzung vor allem der Apple-Tablets skeptisch und plädierte für den Einsatz von Laptops: „Ich halte die Erlangung von umfangreicher Medienkompetenz in der FAMS für fraglich, auch weil man sich auf einen bestimmten Gerätehersteller konzentriert, und man nur schlecht auf diesen Tablets schreiben kann“. Uta Maria Veih und Bürgermeister Krafft entgegneten, dass unter anderem die Bedienungsfreundlichkeit, aber auch die Stabilität des Systems ausschlaggebend sei. Zudem wolle und werde man die Schüler langsam und behutsam an die Digitalisierung heranführen.

„Laptops sind in diesem Alter eher nicht geeignet und schreiben sollen unsere Schüler nach wie vor analog, in ihre Schulhefte“, betonte die Rektorin. Joachim Zodel von den Freien Wählern und Rainer Terwart (CDU) begrüßten für ihre Fraktionen das Vorgehen: „Es ist wichtig, dass wir an unserer Schule so einen hohen Lern- und Ausbildungsstandard vorweisen können und es ist gut, dass die Kinder bereits im jungen Alter den behutsamen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten lernen.“

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