Eiszeit in der Sommerhitze: In Langenargen gibt’s eine neue Gelateria

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Christian Scaletta, Geschäftsführer von Gentile Vertriebs GmbH, freut sich über die Eröffnung seiner Eisdiele in Langenargen.
Christian Scaletta, Geschäftsführer von Gentile Vertriebs GmbH, freut sich über die Eröffnung seiner Eisdiele in Langenargen. (Foto: ah)
Freier Mitarbeiter

Was für ein Wetter, was für ein Trubel, was für eine Serie, in der die Schwäbische Zeitung schaut, was in der Region noch läuft – außer Schweiß. Um für Abkühlung zu sorgen, übernimmt den Auftakt von „Sommer am See“ ein neues Eiscafé, das in der Langenargener Schulstraße 11 aufgemacht hat: „La Fragolà Gelateria“ bietet im Sommer täglich von 10 bis 22.30 Uhr 18 verschiedene Eissorten an. im Innenraum und vor der Verkaufstheke gibt es Sitzplätze – zumindest ein paar.

„Unsere Eisdiele ist klein, aber fein. Wir produzieren täglich Eis, ausschließlich mit frischen Zutaten, ohne Pulver und sonstigen haltbaren Zusätzen“, versichert Christian Scaletta. Sein Anspruch: Eis auf höchstem Niveau zu produzieren. Der Geschäftsführer der Gentile Vertriebs GmbH, die in Markdorf Sitz, Produktionsstandort und ein eigenes Eislabor hat, das täglich 1500 Liter Eis in 70 Sorten herstellt, hat seinen Traumberuf gefunden. „Wenn ich in die Gesichter der Kinder und Erwachsenen sehe, wie sie mit einem Lachen auf dem Gesicht vor der Theke unser Eis schlecken und genießen, dann ist das einfach nur schön und macht mich auch stolz auf unsere Produkte“, sagt der 35-Jährige, der in Langenargen auch auf die kalte Jahreszeit setzt. Dann will er die Kunden mit Kuchen, Waffeln und Crêpe-Variationen überzeugen.

Jetzt ist aber erst einmal Eiszeit angesagt. Und die hat es in sich, denn zum eiskalten Genuss gehört dem Fachmann zufolge mehr als nur eine Waffel, Milchprodukte, Schokolade und Früchte: „Gutes Eis durchläuft einen genau definierten Prozess. Nach der Zusammenmischung der Zutaten wird das Ganze püriert, bei 80, Schokolade bei 94 Grad, pasteurisiert, dann heruntergekühlt, um schließlich in der Eismaschine hergestellt zu werden, bevor das Produkt im Herz bei minus 22 Grad gefrostet wird.“ Neben frischer Milch, 5000 Liter pro Woche werden in der gesamten Milcheis-Produktion benötigt, seien beispielsweise frische Früchte sehr wichtig, die seine Firma vornehmlich aus der Region beziehe. Ebenfalls wichtig: hochwertige Maschinen, absolute Hygiene und ein ausgebildetes und kundenfreundliches Personal. „Als Konservierungsstoff kommt bei Gentile nur die Kälte zum Einsatz“, versichert Christian Scaletta, der neumodischen Sorten eher skeptisch gegenübersteht.

Lakritze, Basilikum, Kürbis kämen bei der Kundschaft hier im Süden ohnehin nicht an, dies sei eher etwas für Großstädte: „Die Klassiker bei uns bleiben nach wie vor Vanille, Stracciatella, Schokolade oder Haselnuss. Fruchteissorten mit Mango, Erdbeere, Melone, Zitrone, Himbeere oder Kirsche.“ Der eigentliche Trend 2018 ist für den 35-Jährigen: Frozen Yoghurt.

Für unsere Leser, die Eis gerne selbst zu Hause herstellen, hat Christian Scaletta einen Tipp: „Verwenden Sie keine Pulver oder Fertigprodukte, nur frische Zutaten. Für Fruchteis benötigen sie natürlich Obst, Wasser, Zucker, etwas Eigelb und Emulgator zur Bindung. Für Milcheissorten verwenden Sie Vollmilch wegen des Fettanteils und Sahne dazu.“

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