Ein wahrer Geheimtipp

 Das Herzstück im Fischereimuseum Langenargen ist das große Aquarium im Eingangsbereich. Die beiden Gründungsmitglieder Gisela K
Das Herzstück im Fischereimuseum Langenargen ist das große Aquarium im Eingangsbereich. Die beiden Gründungsmitglieder Gisela Knöpfler und Andreas Revermann freuen sich an der Vielfalt ihrer Ausstellung. (Foto: Manfred Ehrle)
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Gleich nach der offiziellen Eröffnung im vergangenen September musste pandemiebedingt auch schon ein Monat später wieder geschlossen werden. „Wir waren sehr betroffen und hoffen jetzt auf eine starke Besuchersaison in diesem Sommer“ sagt Andreas Revermann, der Vorsitzende des mittlerweile auf 45 Mitglieder angewachsenen Fördervereins.

In mühevoller Detailarbeit haben die Akteure alles zusammengetragen, was mit der Berufsfischerei am See zu tun hat. Gleich am Eingang steht ein Riesen-Aquarium mit 2700 Liter Bodenseewasser, indem mehr als zwanzig verschiedene Fischarten zu finden sind, die alle derzeit im See oder auch in den Zuläufen vorkommen.

Bestens aufbereitet ist auch die Geschichte der Langenargener Fischerfamilien in einer Multimediashow zum Durchklicken. Netze, Fanggeräte und das „Fischerboot LA3“ findet man im „historischen Fischerschuppen“, der naturgetreu nachgestellt ist und mit enorm viel Liebe ins Detail zum Verweilen einlädt. Besonders beliebt bei den kleinen Besuchern ist die „sprechende Fischwand“, bei der man einen Holz-Fisch auswählt und in eine Kuhle legt. An der Videowand erscheint dann das jeweilige Flossentier und erzählt aus seiner Sicht Geschichten vom See und seiner Bewohner. Im eigens eingerichteten Fischereikino hat der Besucher die Auswahl zwischen drei verschiedenen Filmen, bei dem unter anderen auch Fischermeister August Jäger aus einem ereignisreichen Leben und seinen Erfahrungen mit der Fischerei erzählt.

Wie könnte es auch anders sein, zu guter Letzt geht es im Rundgang noch um die Verarbeitung der Bodenseefische vom Filetieren bis hin zum fertigen Gericht in der Langenargener Gastronomie. Obwohl die Ausstellung sehr modern und kostenaufwändig präsentiert wird, verlangen die Betreiber keinen Eintritt. Alles soll über Spenden, Sponsoren und den Souvenirverkauf abgedeckt werden, daher befindet sich auch am Ausgang ein „Kässle“, in das der wahrscheinlich begeisterte Gast seinen Obolus einwerfen kann. „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer beim Aufsichtsdienst könnten wir das hier nicht kostenfrei anbieten“, betont Andreas Revermann und verweist darauf, dass nach wie vor Freiwillige - auch ohne Fischereifachkenntnis - gesucht werden. Diese können sich unter Tel. 07543/ 1016 melden und zur Mitarbeit informieren.

Das Fischereimuseum Langenargen befindet sich in Langenargen in der „Oberen Seestraße 17“, wo es täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat. Am Dienstag ist Ruhetag. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage unter www.fischerei-museum.de.

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