DRK: Gaffer kommen sehr nah und fotografieren

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Am Bahnübergang Friedhofstraße hat sich an Karfreitag ein schweres Zugunglück ereignet. Wie das DRK Kressbronn beklagt, sind be
Am Bahnübergang Friedhofstraße hat sich an Karfreitag ein schweres Zugunglück ereignet. Wie das DRK Kressbronn beklagt, sind bei den Bergungsarbeiten einige Gaffer den Einsatzkräften sehr nahe gekommen. (Foto: Andy Heinrich)
stellv. Regionalleiterin

Nach dem Unfall, bei dem an Karfreitag ein Zug auf einem Bahnübergang in Langenargen ein Auto gerammt hatte, sind etwa 100 Rettungskräfte im Einsatz gewesen. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kressbronn half mit und erklärte im Anschluss an die Bergungsarbeiten wie berichtet auf seiner Facebook-Seite: „Wir möchten uns herzlichst bei allen Ersthelfern bedanken, die vorbildlich gehandelt haben. Für das Verhalten der zahlreichen Gaffer haben wir hingegen keinerlei Verständnis.“

Was hinter der harschen Kritik an den Schaulustigen steckt, klärte jetzt Rettungssanitäter Dominic Härle auf, der für die Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Ortsvereins zuständig ist. Ärgerlich sei gewesen, dass die Gaffer sehr nah an die Unfallstelle vorgedrungen, teilweise trotz Sperrung der Feuerwehrkräfte auf dem Fußweg weitergelaufen seien und fotografiert hätten. Dominic Härle stellt aber auch klar: „Aktiv behindert wurden die Einsatzkräfte zum Glück nicht.“ Bei dem Zusammenstoß starb die 83-Jährige Fahrerin des Autos. Sie hatte aus bislang ungeklärter Ursache versucht, auf dem Bahnübergang in der Langenargener Friedhofstraße zu wenden und war mit ihrem Wagen von dem Zug erfasst worden.

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