Die Neuerfindung der Klassik

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 Spark spielen am Freitag, 18. September, im Münzhof.
Spark spielen am Freitag, 18. September, im Münzhof. (Foto: Gregor Hohenberg)
Schwäbische Zeitung

Esprit trifft auf Präzision, Techno auf Klassik und Spaßfaktor auf Radikalität: die klassische Band Spark holt Klassik und Barock ins 21. Jahrhundert. Am Freitag, 18. September, spielt das Crossoverensemble im Rahmen der Langenargener Schlosskonzerte. Um 18.30 und 20.30 Uhr präsentieren sie im Münzhof Musik von Bach über Berlioz bis zu den Beatles. Das Quintett verbindet den Feinsinn und die Virtuosität eines klassischen Kammermusikensembles mit der Energie und dem Biss einer Rockband und bewegt sich völlig entspannt zwischen Innovation und Tradition, heißt es in der Ankündigung des Veranstalters.

Das Quintett stellt Bach, Vivaldi, Mozart & Co in einen frischen Kontext und schafft Anknüpfungsmomente mit den Klängen und dem Lebensgefühl der Gegenwart. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlagen die fünf Musiker ihr Ideenzelt auf einem offenen Feld zwischen Klassik, Minimal Music, Electro und Avantgarde auf, heißt es in der Ankündigung weiter. Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium aus über 40 verschiedenen Flöten, Violine, Viola, Violoncello, Melodica und Klavier zu bieten hat. Kein Stück gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle die ureigene, unverwechselbare Handschrift dieses aufregenden Ensembles.

Daniel Koschitzki und Andrea Ritter, die Gründer von Spark, sind ausgebildete Blockflötisten und gehören zu den international führenden Spielern auf ihrem Instrument. In dem Geiger Stefan Balazsovics, dem Cellisten Victor Plumettaz und dem Pianisten Christian Fritz stehen ihnen drei gleichgesinnte Musiker zur Seite, die ihren Wunsch nach neuen Ausdrucksformen in der klassischen Musik teilen. Die Instrumente auf der Bühne reichen von der 20 Zentimeter langen Sopraninoflöte bis zum zwei Meter hohen Vierkantbass, vom klassischen Klaviertrio – bestehend aus Violine, Violoncello und Klavier – bis zu den exotischen Farben moderner Klappenflöten, Melodica, Lotusflöte oder einer spontanen Gesangseinlage.

Im Jahr 2011 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet, hat sich die im Jahr 2007 gegründete Formation einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Sie sind nicht nur zum Publikumsliebling avanciert, sondern haben auch die Fachpresse beeindruckt. Mittlerweile ist das Quintett weltweit auf den renommiertesten Bühnen und Festivals zuhause – sei es in kammermusikalischen Auftritten zu fünft oder als Solistenensemble mit Orchester. Von ihren Fans werde die Gruppe vor allem für ihre hoch energetischen Live-Performances geliebt, heißt es in der Ankündigung weiter. Mit überschäumender Vitalität und pulsierender Kraft leben sich die fünf Ausnahmemusiker auf der Bühne aus. Gemeinsam präsentieren sie eine leidenschaftliche Musik, die zündet. Gemeinsam sind sie Spark.

Die Konzerte im Münzhof finden gemäß den geltenden Corona-Verordnungen der Landesregierung statt, auf Abendkasse, Bewirtung und Pause wird also verzichtet.

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