Der Führende bei der WM in Langenargen gibt sich keine Blöße

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Bei der Segelweltmeisterschaft der 8mR vor Langenargen stehen am Samstag noch zwei Wettfahrten an.
Bei der Segelweltmeisterschaft der 8mR vor Langenargen stehen am Samstag noch zwei Wettfahrten an. (Foto: Tobias Stoerkle)
Schwäbische Zeitung

Zwei weitere Rennen wurden am Freitag, dem fünften und vorletzten Tag der Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen, gesegelt. Die beiden „Achter“ der Gruppe „modern class“ machten die Wettfahrtsiege unter sich aus. Im ersten Lauf am Freitagvormittag gewann die Schweizer „Yquem II“ von Jean Fabre, das folgende die „Conquistador“ des Bregenzers Werner Deuring, der auch in der Gesamtwertung nach sieben Wettfahrten führt.

„Wir haben ein paar Fehler im ersten Rennen gemacht“, sagte Werner Deuring, der sich in der zweiten Runde noch von Fabres „Yquem II“ abfangen ließ. „Aber im zweiten Rennen haben wir unsere Leistung wieder gefunden. Alles in allem haben wir unsere Position gut konsolidiert“. Im zweiten Lauf war dann Deuring wieder von Anfang an vorne. „Wir sind ihm auf dem letzten Schlag ins Ziel näher gekommen, aber das war zu spät“, schilderte Jean Fabre. „Es waren heute richtig enge Rennen, genau der richtige Wind für die ‚Achter‘. Wir mussten mit allen Kräften kämpfen“, so Fabre. Die Schweizer liegen mit drei Punkten Rückstand (gesamt elf Punkte) an zweiter Stelle. „Wir müssen morgen alle Rennen gewinnen – um jeden Preis“, ist seine Angriffsstrategie für den Schlusstag.

An dritter Stelle der Gesamtwertung (und erste in der Gruppe Sira) liegt die finnische „Luna“ mit Harri Roschier mit bereits 21 Punkten. An vierter Position führt das neue Zwischenergebnis die „Wyvern“ mit Steuermann Eckhard Keller (29 Punkte) vom Yacht-Club Meersburg auf. Punktgleich an fünfter Stelle rangiert S. M. König Harald von Norwegen, da nach nun sieben Wettfahrten das schlechteste Ergebnis gestrichen wird - und damit des Königs Frühstart vom Montag dessen Punktekonto nicht mehr belastet. Mit bisher drei dritten Plätzen ist er mit seiner 1938 gebauten „Sira“ dicht auf den Fersen der modernen Achter.

Drei bis vier Windstärken aus westlichen Richtungen (weitgehend bei Regen) ermöglichten am Freitag deutlich längere Rennen als am Anfang der Woche. „Das war ein wunderbarer Segelwind, gut für das Image des Bodensees als Segelrevier“, kommentierte der Lindauer Andi Lochbrunner, der die über 100 Jahre alte „Elfe II“ steuert. „Es war ein hartes Match für die ‚first rule‘“, so Lochbrunner mit Blick auf die Gruppe der ganz alten Schiffe. „Aber wir sind voriges Jahr in Hankö bei sechs Windstärken und Welle gesegelt, insofern war das hier gar kein Problem.“

Für den Samstag wurde die Startbereitschaft auf 9.30 Uhr festgelegt. Wettfahrtleiter Rudi Magg hatte das mit den Seglern im Pagodenzelt im Race-Village, das dank der Unterstützung des Informationsportals bauen.ch im BMK Yachthafen Langenargen für die WM errichtet wurde, eingehend diskutiert. Doch er sah es nicht für sinnvoll, auf eine Morgenbrise bei Sonnenaufgang zu setzen. Zwei Rennen können am Samstag noch gesegelt werden, dann wird die Weltmeisterschaft entschieden sein.

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