Liefern sich ein packendes Duell mit glücklicherem Ausgang für den Gastgeber: die Handballer der HSG Langenargen-Tettnang I (ro
Liefern sich ein packendes Duell mit glücklicherem Ausgang für den Gastgeber: die Handballer der HSG Langenargen-Tettnang I (rote Trikots) und der HSG Friedrichshafen-Fischbach II (Gero Hörmann, am Ball). (Foto: alho)
Schwäbische Zeitung

Ein packendes Lokalderby in der Handball-Bezirksklasse zwischen der HSG Langenargen-Tettnang I und der HSG Friedrichshafen-Fischbach II ist erst in den letzten fünf Minuten entschieden worden. Am Ende behielt Langenargen-Tettnang zum 24:23-Endstand beide Punkte im Sportzentrum. Dabei hatte Friedrichshafen-Fischbach zur Pause klar geführt.

Die 57. Minute war soeben angebrochen, als Alexander Merath den vielumjubelten Treffer zum 23:22-Zwischenstand aus Sicht der Hausherren erzielte. Dieses Tor war gleichbedeutend mit der ersten Führung für die HSG Langenargen-Tettnang I, die insbesondere in der ersten Halbzeit nicht richtig bei der Sache gewesen war. Da leisteten sich die Gastgeber technische Fehler und Ballverluste sowie ausgelassene Chancen, sodass die Gäste zunächst mit 4:1 (7.) vorne lagen. Obwohl sich die Mannschaft von Clemens Balle alsbald gefangen hatte und nach einem Doppelschlag von Christian Brandt zum 5:5 in der elften Minute ausglich, geriet man bis zur Halbzeit abermals ins Hintertreffen.

Die Reserve der Häfler Spielgemeinschaft, die - in Abwesenheit von Spielertrainer Klaus Schmidt - von Elvir Alibasic und Stefan Städele betreut wurde, erzeugte wesentlich mehr Durchschlagskraft im Angriff, stellte die stabilere Deckung und hatte mit Daniel Wünsche und David Pietsch das etwas reaktionsschnellere Torwartgespann aufgeboten.

5-Tore-Führung für die Gäste

Folgerichtig lag Friedrichshafen-Fischbach II nach den ersten 30 Minuten mit 15:10 vorne, bekam jedoch nach dem Seitenwechsel ein paar Probleme. Dies war dem Umstand geschuldet, dass Langenargen-Tettnang nun mit wesentlich mehr Tempo agierte und schnelle Abschlüsse erzwang. Die Gäste waren beeindruckt und kassierte in der 42. Minute den 17:17-Ausgleich. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Als die Jungs von Alibasic und Städele nach der Hinausstellung gegen Marius Längin (Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe, Anmerkung der Redaktion) in der 54. Minute in Überzahl agierten, ließen sie gleich zwei Angriffe ungenutzt und verpassten so eine mögliche Entscheidung. Nach den Treffern von Merath und Felix Steinacher zum 24:22 war der Spielverlauf zugunsten des neuformierten Teams aus Langenargen und Tettnang, das viele A-Junioren - die zuvor bereits eine Partie absolviert hatten - aufbot, auf den Kopf gestellt.

So reichte es für die Häfler Reserve nur noch zum 23:24-Endstand durch Lukas Gleich. „Man hat gemerkt, dass meine Jungs von der Kulisse beeindruckt waren und schon ein Spiel in den Knochen hatten“, sagte Clemens Balle. „Wir haben am Ende Glück gehabt, die Partie jedoch über den Willen und mit Kampfgeist gedreht.“ Sein Gegenüber Stefan Städele kommentierte wie folgt: „Nach einer richtig guten Hälfte war unser Problem, dass der Gegner nach der Pause mit hohem Tempo aus der Kabine kam und wir in der Abwehr nicht mehr gut gestanden sind. Dazu stimmte die Chancenauswertung am Schluss nicht mehr. Dennoch bin ich mit dieser Leistung zufrieden.“

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